RAS beschließt Leitlinien und Programm 2026–2029

Ausbau, Versorgungssicherheit und moderne Rundfunk- und Mobilfunkinfrastrukturen im Mittelpunkt

BOZEN (LPA). Der neue Verwaltungsrat der Rundfunkanstalt Südtirol RAS unter Präsidentin Vera Malleier hat die Leitlinien und das Programm für die Jahre 2026 bis 2029 beschlossen. Im Mittelpunkt stehen die Modernisierung der Hörfunk- und Fernsehnetze, der Ausbau gemeinsamer Senderstandorte, die Verbesserung der Mobilfunkversorgung in entlegenen Gebieten sowie die Erhöhung der Sicherheit der strategischen Sendeinfrastrukturen.

Die RAS verbreitet 22 Fernseh- und 39 Hörfunkprogramme und erreicht einen Versorgungsgrad von 99,6 Prozent. In den kommenden Jahren sollen die Fernsehnetze auf DVB-T2 und HEVC umgestellt und der Ausbau des digitalen Hörfunks DAB+ fortgeführt werden. Gleichzeitig sollen neue Übertragungstechnologien wie 5G Broadcast und UHD erprobt werden. Für den mobilen Empfang der Fernsehprogramme über Smartphones und Tablets soll die Streaming App der RAS weiterentwickelt werden. Eine zeitversetzte Wiedergabe der ausgestrahlten Programme soll ermöglicht werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Errichtung gemeinsamer Senderstandorte für öffentliche und private Rundfunkdienste, Landesfunkdienste und Mobilfunkbetreiber. Durch die gemeinsame Nutzung bestehender Infrastrukturen sollen Synergien geschaffen und Eingriffe in Umwelt und Landschaft vermieden werden.

Eine hohe Priorität hat die Sicherheit der strategischen Senderstandorte. Zusätzliche Notstromaggregate, unterbrechungsfreie Stromversorgungen und redundante Systeme sollen die Ausfallsicherheit erhöhen. Am Kronplatz ist zudem ein Desaster-Recovery-Playout vorgesehen.

Besonderes Augenmerk gilt der Versorgung entlegener und bislang unversorgter Gebiete sowie von Tunneln mit Mobilfunk. Dabei soll verstärkt die DAS-Technologie (Distributed Antenna System) eingesetzt werden. Ziel ist eine leistungsfähige Mobilfunkversorgung und die zuverlässige Absetzung von Notrufen auch in peripheren Gebieten.

Zugleich baut die RAS ihre Tätigkeit als Netzbetreiber weiter aus. Über ihre Infrastruktur sollen landesweit weitere private Hörfunk- und Fernsehprogramme verbreitet werden. Darüber hinaus bietet die RAS Projektierungen, Beratungen und den Transport von Signalen für Dritte an.

"Mit dem Programm 2026 bis 2029 wollen wir die Infrastruktur der RAS weiterentwickeln und noch sicherer machen. Moderne Rundfunknetze, eine bessere Mobilfunkversorgung auch in entlegenen Gebieten und gemeinsam genutzte Senderstandorte sind wichtige Voraussetzungen für eine zuverlässige und zukunftsfähige Versorgung Südtirols", sagt Malleier.