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Unterschutzstellungen

Unter Denkmalschutz gestellt werden können "Kulturgüter", bewegliche und unbewegliche Gegenstände jeder Art, welche eine denkmalpflegerische Bedeutung aufweisen: Bau- und Kunstdenkmäler, historische Gärten und Parks, archäologische Funde, Archivbestände usw. Bei beweglichen Gütern können sowohl Einzelobjekte als auch Sammlungen geschützt werden. Die Kulturgüter müssen zudem mindestens 50 Jahre alt sein und dürfen kein Werk eines noch lebenden Künstlers sein.

Der Direktor der Landesabteilung Denkmalpflege ermittelt die Güter von besonderem künstlerischen, geschichtlichen, archäologischen oder volkskundlichen Wert, die unter Denkmalschutz zu stellen sind.

Die Eigentümer der Güter werden über den Unterschutzstellungsvorschlag informiert. Bis zum Entscheid der Landesregierung, welcher innerhalb 180 Tagen ab dem Vorschlag gefällt werden muss, ist das vorgeschlagene Kulturgut als unter Schutz gestellt zu betrachten.

Innerhalb 30 Tagen ab Vorschlag hat der Eigentümer die Möglichkeit, Stellungnahmen und Einwände vorzubringen.

Danach entscheidet die Landesregierung über die Denkmalschutzbindung für das vorgeschlagene Kulturgut.

Unterschieden werden muss zwischen direkter und indirekter Denkmalschutzbindung. Die direkte Denkmalschutzbindung betrifft das Kulturgut selbst, indirekte Denkmalschutzbindungen, so genannte Bannzonen, betreffen hingegen die Umgebung eines unter direkten Denkmalschutz stehenden Kulturgutes und sollen beispielsweise die freie Ansicht dieses Gutes garantieren.

Aufhebungen und Nichtübertragungen der Denkmalschutzbindungen erfolgen ebenfalls mit Beschluss der Landesregierung. Bei kleineren Flächen bis zu 25 Quadratmeter kann die Aufhebung oder die Nichtübertragung der Denkmalschutzbindung direkt vom Abteilungsdirektor veranlasst werden.

Für weitere Informationen steht die Abteilungsdirektorin Dr. Waltraud Kofler Engl zur Verfügung.


(Letzte Aktualisierung: 18.11.2014)