Warnsysteme und Krisenmanagement

Rücknahme von Lebens- oder Futtermitteln, die schädlich für die Gesundheit sind

Wenn ein auf den Markt gebrachtes Lebens- oder Futtermittel nicht den Sicherheitskriterien entspricht, weil es die Gesundheit des Menschen gefährdet oder für den menschlichen Verzehr ungeeignet ist, müssen die Lebensmittelunternehmen sofort eine Rücknahme des Produktes einleiten und, falls notwendig, die Verbraucher informieren (Rückruf).

Der tierärztliche Dienst des Sanitätsbetriebes und die Dienste für Hygiene und öffentliche Gesundheit der Gesundheitsbezirke haben als zuständige Behörden die Aufgabe, die korrekte Durchführung der vorgesehenen Maßnahmen zu überwachen und bei Bedarf weitere Schritte zu setzen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.

Um Meldungen über direkte oder indirekte Gesundheitsrisiken, die von Lebens- oder Futtermitteln ausgehen, in Echtzeit weiterzuleiten, wurde das Europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (RASFF) eingerichtet.  Diesem Netzwerk gehören die Europäische Kommission, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA und die EU-Mitgliedsstaaten an. Als nationale Kontaktstelle dient das Gesundheitsministerium. In Südtirol sind die Leitlinien für die Umsetzung des Frühwarnsystems mit Beschluss der Landesregierung vom 3. Mai 2010, Nr. 759  festgelegt.

Verbraucherinnen und Verbraucher können sich über das Portal  RASFF Food and Feed Safety Alerts über aktuelle Warnungen und Rücknahmen von Lebensmitteln informieren.

Informationen über vom Markt genommene Produkte gibt es auch auf dem Portal des Gesundheitsministeriums

 

Krisenmanagement

Die zuständigen Behörden müssen in der Lage sein, Krisensituationen im Lebens- und Futtermittelbereich oder in der öffentlichen Tiergesundheit zu bewältigen. Daher wurde von der Südtiroler Landesregierung der Landesnotfallplan für die Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit ausgearbeitet.

Der Landesnotfallplan sieht verschiedene Krisenszenarien vor und legt die Leitlinien fest, nach welchen die Kriseneinheit des Landes vorzugehen hat. Die Kriseneinheit steht unter der Leitung des Sanitätsdirektors des Südtiroler Sanitätsbetriebes und setzt sich aus dem Primar und dem Koordinator des Landesnotfalldienstes, den Direktoren der Dienste für Hygiene und öffentliche Gesundheit, des tierärztlichen Dienst es des Sanitätsbetriebes, des Landesamtes für Prävention, Gesundheitsförderung und öffentliche Gesundheit, des Landestierärztlichen Dienstes, des Instituts für Tierseuchenbekämpfung der Venetien, der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz, der Agentur für Bevölkerungsschutz und dem Kommandanten der Berufsfeuerwehr Bozen zusammen.