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Beiträge für kurative oder prothetische Zahnleistungen

Zugansvoraussetzungen:

Personen mit Wohnsitz in Südtirol und Eintragung beim Landesgesundheitsdienst haben Anrecht auf einen Beitrag, wenn die wirtschaftliche Lage der Familie den Betrag in Tabelle A nicht übersteigt.

Die wirtschaftliche Lage entspricht der Summe des bewerteten Einkommens (mit den vorgesehenen Abzügen) und Vermögens der gesamten Familienmitglieder, die mit der Einheitlichen Einkommens- und Vermögenserklärung – EEVE – erhoben wird.

TABELLE A 
HÖCHSTGRENZE DER WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DER FAMILIE FÜR DIE GEWÄHRUNG EINES BEITRAGS 
Die Tabelle dient nur als Orientierungshilfe

 

Anzahl der Familienmitglieder

 

1 Person

 

2 Personen

 

3 Personen

 

4 Personen

 

5 Personen

wirtschaftliche Lage der Familie

 

Jahresbetrag

in Euro

 

 

17.712,00

 

 

23.173,00

 

 

30.110,00

 

 

36.310,00

 

 

42.066,00

Beispiel: Eine Familie, die aus drei Personen besteht (Vater, Mutter und steuerrechtlich zu Lasten der Familie lebendem Kind), kann einen Beitrag für kurative oder prothetische Zahnleistungen erhalten, wenn die wirtschaftliche Lage der Eltern 30.110,00 € (siehe Tabelle A) nicht übersteigt. Für höhere Beträge, als die, die in der Tabelle A angegeben sind, sind keine Beiträge, weder für kurative noch für prothetische Zahnleistungen, vorgesehen.

Höhe des Beitrages:

je nachdem, ob es sich um eine kurative oder um eine prothetische Zahnleistung handelt (in beiden Fällen muss sie von einem freiberuflich tätigen Zahnarzt erbracht werden), ist die Höhe des Beitrags unterschiedlich.  

BEITRÄGE FÜR KURATIVE ZAHNÄRZTLICHE LEISTUNGEN:

Mit Beschluss der Landesregierung vom 29. Oktober 2012, Nr. 1608 sind für kurative zahnärztliche Leistungen (wie etwa Zahnfüllungen, Panoramaröntgen Wurzelkanalbehandlungen usw.) folgende Beiträge festgelegt worden:

 

 

IN RECHNUNG GESTELLTER BETRAG FÜR KURATIVE LEISTUNGEN (Der Gesamtbetrag der Rechnung muss mindestens 200,00 € ausmachen)

 

 

FIXER BEITRAG (unter der Voraussetzung, dass die wirtschaftlichen Lage der Familie, nicht höher ist wie in Tabelle A angegeben)

200 €< = 400 € 50 €
401 € < = 600 € 75 €
601 € < = 800 € 100 €
801 € < = 1.000 € 125 €
1.001 € < = 1.200 € 150 €
1.201 € < = 1.400 € 175 €
> 1.400 € 200 €

Jährlich kann maximal ein Beitrag von 300 € pro Person gewährt werden.

NB: Für Beträge der wirtschaftlichen Lage der Familie, die höher sind, als die in Tabelle A, sind keine Beiträge vorgesehen.

PROTHETISCHE ZAHNLEISTUNGEN:

Mit Beschluss der Landesregierung vom 21.01.2013, Nr. 103 sind für prothetische Zahnleistungen sind folgende Höchstbeiträge festgelegt worden:

PROTHETISCHE ZAHNLEISTUNGEN

HÖCHSTBEITRAG

EINSCHRÄNKUNGEN

 

herausnehmbare Prothese:

 

55,00 € (je Element)

 

Der Beitrag für dasselbe Element kann erst nach Ablauf von fünf Jahren ab

Ausstellungsdatum der Rechnung erneut gewährt werden;

 

 

festsitzende Prothese  (Krone oder Brücke):

 

241,00 € (je Element)

 

 

 

Herausnehmbarer Regulierungsapparat (beschränkt auf Personen unter 18 Jahren):

 

 

 

1.949,00 € 

 

 

 

 

Der Beitrag für Regulierungsapparate

kann nur einmalig gewährt werden.

Die Vergütung für Regulierungsapparate

kann zweimal gewährt werden, wenn

die minderjährige Person die Feststellung der Behinderung und

Schweregrades laut Art. 3, Absatz 1 und 3 des Gesetzes

Nr. 104 vom 5. Februar 1992 besitzt

 

Festsitzender Regulierungsapparat (beschränkt auf Personen unter 18 Jahren):

 

 

2.635,00 €

NB: Für prothetische Zahnleistungen vermindert sich der Beitrag in Abhängigkeit mit der wirtschaftlichen Lage der Familie.

Der Beitrag wird nur ausbezahlt, wenn er höher ist als 50 €.

Abgabe der EEVE und Einreichen der Betragsgesuche:

Der Antrag zur Gewährung eines Beitrages für kurative und prothetische Zahnleistungen muss beim Gesundheitssprengel vorgelegt werden. Falls die EEVE noch nicht ausgestellt wurde, kann nach Terminvereinbarung direkt beim Gesundheitssprengel die EEVE gemeinsam mit dem Gesuch gemacht werden. Ansonsten stehen auch die Gewerkschaften, die Wirtschaftsverbände und viele andere Organisationen kostenlos für die Abgabe der EEVE zur Verfügung,  

Das Ansuchen um Rückvergütung muss innerhalb von 6 Monaten ab Ausstellungsdatum der entsprechenden Rechnung bzw. Honorarnote beim Gesundheitssprengel vorgelegt werden.

Dem Ansuchen müssen bezahlte Originalrechnungen bzw. –honorarnoten beigelegt werden.

Ab 12. November 2014 sind keine Rückvergütungen von Leistungen der zahnärztlichen Betreuung mehr möglich, wenn sie von Dienstleistern in Staaten erbracht werden, die nicht der Europäischen Union angehören.

Rekurs:

Gegen die Ablehnung eines Beitrages ist es möglich, innerhalb von 30 Tagen ab Erhalt der Mitteilung seitens des Südtiroler Sanitätsbetriebes, beim Amt für Gesundheitssprengel – Kanonikus Michael Gamperstraße 1 – 39100 Bozen (Tel. 0471/418070 – Email-Adresse: gesundheitssprengel@provinz.bz.it)  Rekurs einzureichen.

Gesetzesbestimmungen:

Landesgesetz vom 11. Mai 1988, Nr. 16

Landesgesetzes vom 5. März 2001, Nr. 7, Art. 34

Gesetz vom 5. Februar 1992, Nr. 104, Art. 3, Abs. 1 und 3 

(Letzte Aktualisierung: 05.08.2015)