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Leitlinie & co, was ist das?

Leitlinien

Leitlinien sind systematisch entwickelte Entscheidungshilfen über angemessene (präventive, pflegerische, medizinisch-technische, reahbilitative und medizinische) Vorgehensweisen bei speziellen gesundheitlichen Problemstellungen und damit eine Orientierungshilfe im, Sinne von "Handlungs- Entscheidungskorridoren", von denen in begründeten Fällen abgewichen werden kann/muss (www.leitlinien.de/leitlinienqualitaet/).Eine Leitlinie stellt den Wissensstand zu einem bestimmten Zeitpunkt dar. Sie kann nicht die individuelle (pflegerische) Entscheidung ersetzen, sondern diese nur durch Forschungswissen unterstützen

Jede pflegerische Einzelfall-Entscheidung besteht aus mehreren Komponenten:

  • aus den Ergebnissen der Pflegeforschung
  • aus der Expertise, dem Erfahrungswissen der Pflegenden
  • aus den Umgebungsbedingungen und vorhandenen Ressourcen
  • aus den Vorstellungen und Wünschen der Pflegebedürftigen.

Jede dieser Komponenten wird bei jeder Entscheidung unterschiedlich gewichtet. In der Versorgung eines ambulanten Patienten mit einem Ulcus cruris müssen vielleicht alle vier Elemente gleich stark berücksichtigt werden; auf einer Intensivstation sind die Vorstellungen des Pflegebedürftigen gezwungenermaßen manchmal deutlich weniger erkennbar.

Evidence basierte Pflege ist somit nichts Abstraktes, sondern bezieht sich auf die alltäglichen pflegerischen Entscheidungen in der Interaktion zwischen professionell Pflegenden und ihren Patienten.

 

Systematische Übersichtsarbeit

Systematische Übersichtsarbeiten stellen den Wissenstand zu einem bestimmten Zeitpunkt dar. Sie können nicht die individuelle pflegerische Entscheidungsfindung ersetzten, sondern diese nur durch aktuelles Forschungswissen unterstützen. Sie entbinden die AnwenderInnen nicht davon, sich selbstständig über mögliche Nebenwirkungen oder Kontraindikationen von behandlungen zu informieren.