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AIDS
Acquired
Immuno
Deficiency
Sydrome
Du weißt sicher, dass sich seit etwa achtzehn Jahren eine Viruskrankheit, die unter der englischen Abkürzung
A Acquired
I Immuno
D Deficiency
S Syndrome
allgemein bekannt ist (=Erworbenes Immunmangelsyndrom), mit besorgniserregender Geschwindigkeit weltweit ausbreitet.
Vielleicht ist Dir aber das heutige Ausmaß dieser Gefahr nicht bewußt.
Weltweit gibt es zur Zeit (Dezember 99) 33,6 Millionen infizierte Menschen,
und in Westeuropa sind es ungefähr 520.000.
In Südtirol sind 480 Personen medizinisch nachgewiesen infiziert.
Aids-krank sind in Italien 45.000,
191 davon in unserem Land.
Während des Jahres 1999 gab es weltweit täglich 15.000 Neuinfektionen, davon 95% in den Entwicklungsländern. Mehr als 10% davon waren Kinder unter 15 Jahren.
Wer weder homosexuell noch drogenabhängig ist, ist allgemein geneigt zu glauben, dass diese Krankheit nur "die anderen" betrifft.
AIDS ist jedoch ein Problem, das uns alle angeht. Die aktuellen Statistiken zeigen, dass ·jeder, ob Mann oder Frau, jung oder alt, unabhängig in welchem sozialen und kulturellen Umfeld er lebt, AIDS-krank werden kann, wenn er/sie gewisse Vorsichtsmaßnahmen nicht beachtet.
AIDS macht Angst. Zur Bekämpfung dieser Krankheit konnten bis jetzt - trotz großer Anstrengungen in der Forschung - weder ein anwendbarer Impfstoff noch eine heilende Therapie entwickelt werden.
Die neuen Therapien ermöglichen fast immer eine starke Verbesserung der Lebensqualität und eine enorme Verlängerung des Lebens bei HIV oder AIDS-Patienten.
Falsches und ungenaues Wissen über die Ansteckungswege des Virus, welches AIDS verursacht, belasten das alltägliche Zusammenleben und Zusammenarbeiten sowie die zwischenmenschlichen Beziehungen.
Darüber hinaus sind Betroffene und deren Angehörige noch allzu oft der Ausgrenzung und der Diskriminierung ausgesetzt.
Dennoch wissen wir genug über diese Krankheit, um ihr einen erfolgreichen Kampf anzusagen.
Jeder kann durch eine korrekte Information über die Risiken und die
Vorbeugungsmöglichkeiten und durch ein entsprechendes verantwortungsbewußtes Verhalten nicht nur sich selbst und andere schützen, sondern kann auch gefährdeten, infizierten oder AIDS-kranken Mitmenschen mit Verständnis und Solidarität begegnen, ohne dabei einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt zu sein.