NUJ

Zeitschrift für Junge Kultur in Südtirol

Unter diesem Namen erschien erstmals zu Beginn des Schul- und Studienjahres 2015 die neue Kulturzeitschrift. Sie will eine Tür zur jungen Kultur in Südtirol (und darüber hinaus) öffnen. Über einen Ideenwettbewerb ist eine in Form, Grafik und Inhalt verjüngte und breiter ausgerichtete Zeitschrift in der Nachfolge der Frauenkulturzeitschrift „alpenrosen“ (2008-2014) entstanden. Die Aufgabe liegt darin, Personen, Initiativen, Veranstaltungen der reichhaltigen jungen Südtiroler Kulturszene und jener im regionalen Umfeld darzustellen und Aufschluss über ihre Arbeitsweise, ihre Formate und Projekte zu geben. Der Name der Zeitschrift „NUJ“ entstand aus einem Jux, als Palindrom von „Jung“. Rückwärts gelesen, ohne „g“ bedeutet er im Südtiroler Dialekt „neu“ und steht sinnbildlich für das Neue der heimischen Nachwuchsszene.

NUJ 2018

Cover 2018Junge Kultur aus Südtirol und seinem regionalen Umfeld ist wieder Thema in NUJ. 20 Beiträge und 1 Essay rücken Themen, Personen, Initiativen und Veranstaltungen einer sehr regen, jungen Kreativszene in den Mittelpunkt. Das Spektrum der Inhalte ist breit gefächert und reicht von den klassischen Sparten der Kunst bis zur Robotik. Schwerpunkte dieser Ausgabe sind die Kreativwirtschaft und Themen aus den ladinischen Tälern. Im Essay geht es um ein aktuelles gesellschaftliches Thema, diesmal um die "freie Szene". Dass in diesem Heft besonders viele Einzelpersonen vorgestellt werden, hat sich einfach ergeben.

Zu den Inhalten: Cover und „Galerie“ sind der Bildenden Künstlerin Irene Hopfgartner gewidmet. Mit Berichten über das zweijährliche Kunstprojekt SMACH Val dl’Ert und den Künstler Tobias Tavella blickt man ins Gadertal. Ein Artikel befasst sich mit dem Start der neuen Theatergruppe binnen-I und ihren Zukunftslänen. Wie zeitgenössisch Opernregie sein kann, erzählen Franziska Guggenbichler Beck und Andrea Bernard in einem Interview. Spannend ist auch der Blick auf das Figurentheater von Marta Cuscunà, die sich 2019 mit einem Stück aus den Fanes-Sagen in Bozen präsentieren wird. In der Musikszene werden wieder sehr unterschiedliche Genres besprochen: ein Hintergrundbericht beleuchtet die digitale Musikszene und ihr Entstehen, während ein etwas anderes Interview vier Solistinnen – von Jazz bis Pop – zu Wort kommen lässt: es sind Anna Bernard, Elisa Godino, Greta Marcolongo, Gaia Mattiuzzi. Die Rittnerin Veronika Kaserer spricht im Bereich Film über ihren ersten eigenen, preisgekrönten Dokumentarfilm. In den Sparten Neue Medien und Kreativwirtschaft wird die Entwicklung heimischer Start-ups mit ihren Projekten und Produkten aufgegriffen: Sei es als Creative Space RU.17 für verschiedene Kunstsparten oder als Lottozero, Kreativwerkstätte für den Textilbereich, sei es als FabLab Innsbruck, einer High-Tech-Werkstatt für digitale Produktionsverfahren, als Setnet, Software für Filmschaffende oder als Robo Wunderkind, Programmier-Bausatz für Kinder. Unter den Festivals mit Kultur-Schwerpunkt wurde diesmal das Augenmerk auf das Al Plan Folk Festival im Gadertal gerichtet. Bei den Projekten fiel die Wahl auf IntroWerther des TPZ Brixen, das jungen Menschen Goethes Text in zeitgemäßer Form über Social-Media-Kanäle näherbringt. In der Sparte Literatur sprechen die zwei Romanautoren Matthias Vesco und Gianluca Battistel aus Bozen über ihre Erfahrungen beim Schreiben und Verlegen ihrer Erstlingswerke. Ein Gastbeitrag der Südtiroler Zeitschrift Kulturelemente befasst sich mit der "Geisterfahrt in die Zukunft". Aus Tirol wird über das Avantgarde-Festival Heart of Noise berichtet, aus dem Trentino über die Genossenschaft Campomarzio, die sich der Architektur und ihrer urbanistischen, kommunikativen und sozialen Aspekte annimmt. Auch die Bildsprache ist uns wichtig: Lukas Larcher und Florian Oberlechner haben viele Fotostrecken extra für diese Ausgabe geliefert.

Am 2. Oktober 2018 wurde die 4. Ausgabe von NUJ im Creative Space RU.17 in Bozen vorgestellt. Sie liegt ab 3. Oktober im Amt für Kultur der Abteilung Deutsche Kultur, Andreas-Hofer-Straße 18, Bozen auf oder ist jederzeit online abrufbar.

NUJ 2017

Gemälde von Jörg Reissner Junge Kultur aus Südtirol und seinem regionalen Umfeld ist wieder Thema in NUJ. 20 Beiträge berichten über Personen, Initiativen und von einer regen, jungen kreativen Szene, die ihren Weg in die Öffentlichkeit sucht. Cover und „Galerie“ zeigen eine Werkschau des Künstlers Jörg Reissner. Achtung Kunstgeschenk! Neben der Vorstellung des 2016 erstmals vergebenen Kunstpreises Benno-Barth-Awards, sprechen die Künstler Islands Songs über ihr Radiokunst-Projekt bei der documenta 14. Ein Bericht über die neue Gruppe ThEATROstwest und ein Interview mit der zeitgenössischen Tänzerin Marion Sparber zeigen, was aktuell in der darstellenden Kunst läuft. Beispielhaft für die Vielfalt im Musikgenre stehen die elektronische Musik von Zolf & Saturn, Südtirols junge Songwriterszene sowie der im Ausland lebende Bariton Andrè Schuen. In der Sparte Film sprechen Sarah Trevisiol und Matteo Vegetti über ihre Arbeit, während die Sparte Neue Medien den Video- und Animations-Regisseur Lucas Zanotto vorstellt. Die sommerliche Veranstaltungsreihe Salon/e in Bruneck zeigt, wie Jugendkultur gelingen kann, die Reportage über die Sozialgenossenschaft Akrat, wie man Menschen zu neuer Chance und Dingen zu neuer Verwendung verhelfen kann. Lena Wopfner erzählt über ihre früh entdeckte Leidenschaft zum Schreiben, der Produktdesigner Matthias Pötz gibt Einblick in sein kreatives Schaffen. Das Trentino präsentiert sich diesmal von der literarischen Seite: mit dem Verlag Keller editore und der Online-Plattform für journalistischen Nachwuchs UnderTrenta. Tirol bietet zwei spannende neue Projekte: die Kunst- und Architekturschule bilding für Menschen von 4 bis 19 Jahren und die Veranstaltungsreihe Stiegenhausmusik. Im Gastbeitrag präsentiert sich Südtirols mehrsprachiges Kultur-Online-Medium franzmagazine, dessen Redakteure im diesjährigen Essay auch der Entwicklung von Jugendkultur in Südtirol nachspüren. Viele Fotostrecken wurden wieder eigens angefertigt, diesmal von Denis Laner und Tania Marcadella.

Kulturlandesrat Philipp Achammer hat die 3. Ausgabe von NUJ am 10. Oktober 2017 im Ost-West-Club in Meran vorgestellt. Sie liegt im Amt für Kultur der Abteilung Deutsche Kultur, Andreas-Hofer-Straße 18, Bozen auf oder ist hier online abrufbar.

NUJ 2016

Kunstwerk von Sara Schwienbacher NUJ legt wieder den Fokus auf die junge Kultur im Lande und im regionalen Umfeld. In 19 Beiträgen werden Personen, Initiativen und Veranstaltungen beleuchtet, die sich neben die ‚etablierte’ Kunst platzieren. Das Spektrum reicht von den Bildenden Künstlerinnen Sara Schwienbacher und ihrer Kunstfigur ‚rosa me’, die auch das Cover ziert, und der in Wien lebenden Karin Ferrari bis zum Glurnser Atelierhaus ‚GAP’, über die jungen darstellenden Künstler des Rotierenden Theaters im Eisacktal und des Teatro La Ribalta in Bozen bis hin zur Theaterautorin Anna Gschnitzer oder zu den neuen Musikgruppen Drahthaus, Ensemble Chromoson und Me + Marie, die jeweils ganz unterschiedliche künstlerische Ansätze aufzeigen. In der Sparte Neue Medien wird der Visual Developer und Story Artist Philipp Comarella mit neuen Formaten und Berufsbildern präsentiert, ebenso im Bereich Film eine Gruppe junger Südtiroler Filmschaffender mit dem neuen Format der Webserie und ihrem Projekt Crimetube Südtirol. Auch das neue experimentelle Kulturfestival Urkult am Ritten, das Projekt ‚AsyLand’ zum Bau einer mobilen Flüchtlings-Unterkunft oder die Workshopreihe „Näh' dich glücklich!“ des Atelier B in Bruneck werden näher beleuchtet. Nicht zuletzt geben auch spannende Kulturorte wie die p.m.k. oder Freirad in Innsbruck oder The Impact Hub in Trient ihre Erfolgsstrategien preis. Die Südtiroler Kulturzeitschrift 39Null ist mit einem Gastbeitrag vertreten und ein Abriss von Südtirols Geschichte seit 1989 im Spiegel des Weltgeschehens gibt Einblick in die Weltsicht, in der die heimische Generation der sog. ‚Millenials“ aufgewachsen ist. Die Fotos wurden vorwiegend von Michael Pezzei und Christian Pitschl angefertigt.

Die 2. Ausgabe von NUJ wurde von Kulturlandesrat Philipp Achammer am 27. September 2016 im Kapuzinerkeller in Klausen präsentiert und ist im Amt für Kultur der Abteilung Deutsche Kultur, Andreas-Hofer-Straße 18, Bozen kostenlos erhältlich oder online (Externer Link) abrufbar.

NUJ 2015

Kunstwerk von Leander Schönweger Kulturlandesrat Philipp Achammer hat die erste Ausgabe der Zeitschrift gemeinsam mit dem Redaktionsteam und einigen der in NUJ vertretenen Kunstschaffenden am 2. Oktober 2015 in der 'Traube' in St. Ulrich der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit 15 Beiträgen wird das breite Spektrum der jungen Kulturszene in Südtirol und darüber hinaus dargestellt: Vom bildenden Künstler Leander Schönweger, der gegen den Strom schwimmenden Musikgruppe Controfase, dem etwas anderen Kulturfestival Kribiskrabis und einem Essay des ARTE-Redakteurs Gustav Hofer als Plädoyer für Festivalkultur, dem Projekt des temporären Literaturhauses Casa Nang, der Jugend-Big Band, dem Veranstaltungsort Die Bäckerei in Innsbruck, der darstellenden Künstlerin Nora Pider, dem Creativ Designer bei Walt Disney Imageneering Dumëne Comploi, der Traube in St. Ulrich, der Kleinkunstgruppe Cababoz aus Bozen, dem Hotel Amazonas mit seinem sommerlichen Residenzprogramm, über einen Gastbeitrag des online-Mediums Barfuss.it aus Meran und das Trentiner Performing-Arts-Centre Centrale Fies bis hin zum Filmschaffenden Matthias Lintner. Das Cover dieser Ausgabe ziert eine künstlerische Arbeit von Leander Schönweger, die er 2015 erstmals in Südtirol gezeigt hat. Die Fotos wurden vorwiegend von Mirja Kofler und Daniel Mazza angefertigt.

„NUJ 2015“ ist im Amt für Kultur der Abteilung Deutsche Kultur, Andreas-Hofer-Straße 18, Bozen vergriffen und online (Externer Link) abrufbar.