Hauptinhalt
7. Archive/Archivfragmente von (aufgehobenen) Klöstern, Stiften und Kirchen
Legende: Z= Zeitraum U= Umfang E= Erschließungsgrad
Augustinerchorherrenstift Au/Gries bei Bozen
Das von Arnold III. von Morit-Greifenstein und seiner Frau Mathilde Gräfin von Valley um 1165 gestiftete und mit Gütern vor allem im Raum Bozen, im Überetsch, im Etschtal und auf dem Tschögglberg ausgestattete Chorherrenstift Au bei Bozen wurde 1406/07 in die aufgelassene landesherrliche Burg Gries verlegt und 1807/09 aufgehoben. 1845 wurde es mit Benediktinern aus Muri (Kanton Aargau) neu besiedelt. Der kleine Bestand enthält vorwiegend Aktenmaterial zur Versteigerung von Stiftsgütern.
Z: 1792-1824
U: 1 Archivkarton
E: erschlossen
Benediktinerinnenabtei Sonnenburg
Die in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts von Volkold, dem Grafen des Pustertales, gegründete und mit Nonnen aus St. Georgen am Längsee besiedelte Benediktinerinnenabtei Sonnenburg bei St. Lorenzen unterstand zunächst der Vogtei der Bischöfe von Trient und ab 1459 der Vogtei der Herzoge von Österreich. 1785 wurde die landständische und mit bedeutendem Grundbesitz in Enneberg und in Mühlwald ausgestattete Abtei aufgehoben. Der Bestand umfasst in erster Linie 22 Lehenbücher, ferner Urbare, Akten und Urkunden.
Z: 1562-1810
U: 15 Archivkartons
E: erschlossen
Dominikanerkloster Bozen
Das 1276 von Regensburg aus gegründete Bozner Dominikanerkloster gehörte zunächst zur lombardischen und von 1702 bis 1782 zur österreichisch-ungarischen Dominikanerprovinz, 1785 wurde es aufgehoben. Der kleine Bestand umfasst Reste des Klosterarchivs, u. a. 63 Urkunden ab 1369 mit einem Schwerpunkt im 18. Jahrhundert.
Z: 1369-1843
U: 2 Archivkartons
E: erschlossen
Dominikanerinnenkloster Maria Steinach bei Algund
Das von den beiden Erbtöchtern Graf Alberts III. von Tirol Elisabeth und Adelheid 1241/43 auf Brixner Grund bei Algund errichtete, ab 1258 mit Dominikanerinnen besiedelte Kloster wurde 1782 aufgehoben und 1847 mit Dominikanerinnen aus Lienz wiederbesiedelt. Der kleine Bestand umfasst eine Urkundenreihe sowie Akten zum Übergang der Klostergüter in die staatliche Verwaltung nach der Aufhebung von 1782.
Z: 1642-1859
U: 1 Archivkarton
E: erschlossen
Hieronymitanerkloster St. Josefsberg
Die 1669 begründete, zunächst den Trienter Karmelitern nahe stehende Einsiedelei St. Josefsberg oberhalb der Töll (Forst) wurde 1694 dem Hieronymitanerorden einverleibt und 1786 aufgehoben. Der kleine Bestand umfasst Aufhebungsakten und Akten zum Übergang der Klostergüter in die staatliche Verwaltung.
Z: 1786-1801
U: 1 Archivkarton
E: erschlossen
Kartause Allerengelberg (Schnals)
Die Kartause Allerengelberg wurde 1326 von Herzog Heinrich von Kärnten gegründet, mit Mönchen aus der Kartause Mauerbach bei Wien besiedelt und u. a. mit zwölf Stiftshöfen samt Eigenleuten und Niedergerichtsbarkeit in Schnals, ferner Wein- und anderen Gütern im Vinschgau und im Etschtal, Fischweiden in Schnals und im Haidersee ausgestattet. Die Kartause wurde 1782 aufgehoben, das Kloster verkauft, auf Kleinbauern aufgeteilt, und zum heutigen Dorf Karthaus umgebildet.
Der Bestand umfasst Reste des Archivs der Kartause.
Z: 1577-1824
U: 3 Archivkartons
E: erschlossen
Kollegiatstift Innichen
Die 769 von Herzog Tassilo III. dem Scharnitzer Abt zur Gründung eines Klosters überlassene Örtlichkeit Innichen gehörte ab 783 bis 1803 zum Stift Freising; hier wurde ein Eigenkloster errichtet, das ab 1140 in ein Kollegiatstift verwandelt wurde. 1785-1792 und 1806-1815 war das Kollegiatstift aufgehoben. Der allergrößte Teil des Archivs befindet sich heute noch intakt in loco, während der kleine Bestand am Landesarchiv vor allem Akten zur Wiederrichtung des Stifts, zu Bausachen und zur Wirtschaftsführung umfasst.
Z: 1784-1848
U: 5 Archivkartons
E: erschlossen
Klarissenkloster Meran
Die 1290 aus Brixen und Dürnstein nach Meran gerufenen Klarissen konnten 1310 am Rennweg ein von Herzogin Euphemia von Kärnten errichtetes Kloster beziehen und wurden bald landständisch. 1782 wurde das Kloster aufgehoben. Der Bestand umfasst Reste des Klosterarchivs.
Z: 1325-1801
U: 2 Archivkartons
E: erschlossen
St. Valentins-Kirche, Tramin
Der Bestand enthält vorwiegend Obligationen, darunter auch solche für die Pfarrkirche St. Quiricus und Julitta von Tramin.
Z: 17. Jahrhundert-1831
U: 1 Archivkarton
E: erschlossen
Kirchen und Klöster. Miszellenbestand
Der Bestand enthält Miszellen aus den Klöstern Marienberg, Neustift, Rottenbuch, Innichen, St. Michael, Kapuziner Bozen, Klarissen Brixen, Terziarinnen Brixen, Franziskaner Kaltern sowie Akten zu verschiedenen Kirchen.
Z: 1560-1859
U: 2 Archivkartons
E: erschlossen
Kirchpropstrechnungen der St. Johanneskirche zu Mellaun
Z: 1501-1802
U: 1 Archivkarton
E: erschlossen
Kirchpropstrechnungen des Gadertales
Der 518 Einheiten zählende Bestand umfasst Kirchpropstrechnungen aus den Gebieten der Landgerichte St. Martin in Thurn und Enneberg, sowie Rechnungen der Rosenkranzbruderschaften in Enneberg, Wengen und „auf der Abtei", der Karmeliterbruderschaft in St. Martin in Thurn und der Christenlehrbruderschaft in St. Leonhard. Der größte Teil der Schriftstücke datiert in das 17. und 18. Jahrhundert, acht Stücke stammen aus dem 16. Jahrhundert.
Z: 1588-1799
U: 10 Archivkartons
E: erschlossen
Kirchenrechnungen St. Vigil/Perdonig und St. Justina/Eppan-Berg
St. Justina zu Berg und St. Vigilius zu Perdonig waren Filialkirchen der Pfarre St. Pauls. St. Justina war möglicherweise eine Stiftung der Käßler, in der Nachfolge waren die Wolkensteiner Patrone des Benefiziums. Mit dem Benefizium von St. Justina war auch dasjenige von St. Vigilius in Perdonig vereinigt. In Perdonig wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Expositur errichtet, die 1986 in eine Pfarrei umgewandelt wurde. Der Bestand umfasst 28 Kirchenrechnungen sowie ein Urbar.
Z: 1617-1776
U: 2 Archivkartons
E: erschlossen
Kirchenrechnungen des Tauferer Tales und Ahrntales, von Salurn und Brixen
Der 596 Einheiten umfassende Bestand setzt sich zum größten Teil aus Kirchpropstrechnungen der Kirchen des Tauferer Tales und des Ahrntales zusammen und reicht somit von Gais bis Prettau, zeitlicher Schwerpunkt ist das 18. Jahrhundert. Zum Bestand gehören auch einige wenige Kirchpropstrechnungen der St. Michaels-Pfarrkirche in Brixen, der Kirchen in Salurn, Buchholz und Gfrill sowie einiger Kirchen des mittleren Pustertales (Landgericht St. Michaelsburg), ebenso Bruderschaftsrechnungen aus Gais, Sand in Taufers und St. Johann in Ahrn.
Z: 1492-1823
U: 23 Archivkartons
E: erschlossen
Kirchenarchiv Tartsch (Mals)
Die zum Dekanat Mals zählende Kuratie (seit 1939) bzw. Pfarrei (seit 1986) Tartsch (Gemeinde Mals) erhielt 1660 eine Kaplanei und wurde 1786 zu einer Expositur der Malser Marienpfarrei erhoben. Das Archiv umfasst 16 Urkunden (1456-1646) und zwei Kircheninventare (1666 und 1682).
Z: 1456-1682
U: 1 Archivkarton
E: erschlossen
Kirchenurbare
Der Sammelbestand umfasst vorwiegend Kirchenurbare aus dem Tauferer Tal und dem Ahrntal, dem Gadertal, ferner der Pfarrkirche in Latsch, Urbare von Schloss Thurn an der Gader und einen kleinen Miszellenteil mit Schwerpunkten in Taufers, Naturns, Schöneck, Moritzing und Innichen.
Z: 1460-1830
U: 17 Archivkartons
E: erschlossen
Pfarrarchiv Ried bei Sterzing
Die seit 1891 bestehende Pfarrei St. Stefan in Ried (Kirche 1492 erstmals erwähnt) wurde bis 1694 von Sterzing aus seelsorglich betreut, in diesem Jahr stiftete der Deutsche Orden hier eine eigene Kuratie. Der kleine Archivtorso umfasst vorwiegend Akten zur Güterverwaltung der Kuratie bzw. der Pfarrei.
Z: 1810-frühes 20. Jahrhundert
U: 1 Archivkarton
E: erschlossen
Damit die auf dieser Seite vorhandenen PDF-Dokumente geöffnet und angezeigt werden können, muss der Acrobat Reader installiert sein. Laden Sie hier den Acrobat Reader herunter