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Schule und Kultur in den Pressemitteilungen des Landespresseamtes

Schule / Kultur | 25.07.2005 | 12:57

Neue Rechtschreibung: Landesregierung stimmt Vorschlag von Bildungslandesrat Saurer zu

LPA – Die neue deutsche Rechtschreibung wird mit 1. August 2005 auch in Südtirol verbindlich. „Wir gehen damit denselben Weg wie Österreich, die Schweiz und die meisten deutschen Bundesländer“, so Bildungslandesrat Otto Saurer.

Nach einer siebenjährigen Übergangszeit und anhaltenden Diskussionen im deutschen Sprachraum wird die neue deutsche Rechtschreibung ab kommendem 1. August auch in Südtirol verbindlich. Das heißt, dass die in den 90er Jahren überarbeitete und im Sommer 1998 eingeführte Rechtschreibung nun von Schulen und öffentlichen Verwaltungen angewandt werden muss. Dies gilt für den Großteil der Rechtschreibreform. Für die Getrennt- und Zusammenschreibung, der Worttrennung am Zeilenende und der Zeichensetzung wird die Übergangsfrist verlängert.

„Ich habe in der Landesregierung die verbindliche Anwendung der neuen deutschen Rechtschreibung vorgeschlagen“, so Bildungslandesrat Saurer, „dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Zum einen spricht unsere Bindung an Österreich dafür, dass wir denselben Weg einschlagen wie Wien. Außerdem ist es für eine Sprachminderheit nicht sinnvoll, dass sie bezüglich der Normsprache Alleingänge wagt, wenn doch mit 14 deutschen Bundesländern, Österreich und der Schweiz die Mehrheit der deutschsprachigen Länder die reformierte Rechtschreibung nun verbindlich einführt. Schließlich muss ich als Bildungslandesrat sagen, dass wir in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen mit den neuen Schreibregeln gemacht haben. Auch die Landesverwaltung hat sich zum Großteil bereits umgestellt.“

Auf demselben Standpunkt steht der Direktor des Pädagogischen Instituts, Rudolf Meraner, der Südtirol im Rat für deutsche Rechtschreibung vertritt. Die Sprache als essentielles Kommunikationsmittel sollte verbinden und nicht trennen, die Diskussion um die Umsetzung der Reform sollte keine Fronten schaffen. „Durch die Reform wurde versucht, vorsichtig der Veränderung Sprache Rechnung zu tragen“, so Meraner, „die Schulen hatten mit der neuen Rechtschreibung keine Schwierigkeiten.“