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FAQ Integration



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  Fragen und Antworten

[Planungsinstrumente - Dokumentation - Formulare]
Sind die Vordrucke und Vorlagen zur Inklusion verbindlich zu verwenden?

Die institutionsübergreifende Koordinierungsgruppe für Inklusion erarbeitet Vorlagen und Formulare wie im Programmabkommen vorgesehen, also den Antrag um Abklärung, das Formular zum „Individuellen Bildungsplan (IPB)“ und das Formular für das „Funktionelle Entwicklungsprofil (FEP). Diese Vordrucke erhalten mit Rundschreiben des Schulamtsleiters ihre Rechtsgültigkeit und sind für Kinder, Schülerinnen und Schüler mit Anrecht auf Maßnahmen des Gesetzes 104/1992 verbindlich zu verwenden. Für Kinder, Schülerinnen und Schüler, die Anrecht auf Maßnahmen des Gesetzes 170/2010 und nachfolgende Bestimmungen haben und für die Kompensations-, Befreiungsmaßnahmen und angepasste Bewertungskriterien festgelegt werden, gibt es die Empfehlung, aber keine Verpflichtung, diese Vorlagen zu verwenden. Jedenfalls ist für diese Gruppe von Kindern, Schülern und Schülerinnen ein schriftliches Planungsinstrument vorgesehen, in dem die Kompensationsmittel und Befreiungsmaßnahmen angegeben sind. Die Entscheidung trifft die einzelne Schuldirektion.

 

Datum: 16.12.2013

[Allgemeines zur Inklusion]

Welche gesetzlichen Grundlagen sind im Bereich der schulischen Integration besonders wichtig?

Die wichtigste gesetzliche Grundlage im Bereich der Integration auf Staatsebene ist das Rahmengesetz Nr. 104 aus dem Jahr 1992, auf Landesebene ist es das Landesgesetz Nr. 20 aus dem Jahr 1983. In diesen Gesetzen sind alle Maßnahmen für Menschen mit Beeinträchtigungen geregelt. Welche Wege und Verfahrensweisen im schulischen Bereich gelten, regelt ein Abkommen zwischen allen daran beteiligten Institutionen und Einrichtungen. Dieses Abkommen ist im Landesgesetz Nr. 20/1983 vorgesehen. Das bisherige Abkommen aus dem Jahr 2004 wurde nun erneuert und den veränderten Bedingungen angepasst. Im Sommer 2013 wurde es von der Landesregierung verabschiedet und von allen Partnern unterzeichnet. Parallel zu den ersten Vorbereitungen für ein neues Abkommen wurde auf Staatsebene im Jahr 2010 mit dem Gesetz Nr. 170 erstmals der Bereich der spezifischen Lernstörungen geregelt.

Der Umgang mit den Lernstörungen im schulischen Bereich war in Südtirol bisher über das oben genannte Abkommen geregelt worden, nun gelten dafür die Bestimmungen des Gesetzes 170. Mit den Ministerialrichtlinien, die Ende 2012 veröffentlicht wurden, und einem Ministerialrundschreiben Nr. 8 vom März 2013 wurden die Maßnahmen auch auf Kinder und Jugendliche mit Benachteiligungen etwa im kulturellen, sprachlichen oder sozioökonomischen Bereich ausgedehnt. Das Abkommen auf Landesebene beinhaltet nun nur mehr Maßnahmen für all jene Kinder, Schülerinnen und Schüler, auf welche die Bestimmungen des Gesetzes 104 anzuwenden sind.

Datum: 28.11.2013

[Allgemeines zur Inklusion]

Für welche Kinder, Schülerinnen und Schüler gelten die Verfahrensweisen des Programmabkommens?

Die im Programmabkommen beschriebenen Verfahrensweisen gelten nur für Kinder, Schülerinnen und Schüler mit einer Funktionsdiagnose laut Gesetz vom 5. Februar 1992, Nr. 104. Für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bildungsbedürfnissen gelten die Maßnahmen, die im Gesetz Nr. 170/2010 und in den nachfolgenden Bestimmungen festgelegt sind.

Datum: 28.11.2013

[Personalressourcen für Integration]

Gibt es Änderungen bei den Personalressourcen für die Integration?

Es gibt im Gesamtkontingent des Landes keine Stellenkürzungen bei den Integrationslehrpersonen und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Integration. Auf der Grundlage der neuen Rechtslage wird es vermutlich Änderungen bei den Zuweisungskriterien für diese Ressourcen an die einzelnen Schulen geben. Schulen erstellen weiterhin ein funktionales Plansoll und haben Entscheidungsautonomie bei der Verwendung dieser Stellen aufgrund konkreter Situationen. Die Entscheidung über die beste Verwendung dieser Unterstützung wird also weiterhin die autonome Schule treffen, wobei das neue Abkommen festlegt, dass sie primär für die Förderung und Inklusion der Kinder, Schülerinnen und Schüler mit einer Beeinträchtigung laut Gesetz 104/1992 eingesetzt werden müssen.

Datum: 28.11.2013

[Personalressourcen für Integration]

Gibt es ein Anrecht auf Integrationsstunden für Kinder, Schülerinnen und Schüler mit Funktionsdiagnose?

Integrationsstunden werden nie einzelnen Kinder und Jugendlichen zugewiesen, sie sind für die ganze Gruppe oder Klasse vorgesehen, in der ein Kind, ein Schüler oder eine Schülerin mit Funktionsdiagnose Teil der Gruppe oder Klasse ist. Es handelt sich nicht um eine individuelle Zuweisung für ein einzelnes Kind, einen einzelnen Schüler, eine einzelne Schülerin. Die Integrationskindergärtnerin, die Integrationslehrperson hat die Aufgabe, als zusätzliche Ressource für die ganze Gruppe oder Klasse, den Inklusionsprozess voranzutreiben.

Datum: 28.11.2013

[Personalressourcen für Integration]

Ändert sich die Rolle der Integrationslehrperson?

Nein, wie auch bisher ist die Integrationslehrperson eine zusätzliche Ressource für die ganze Klasse, um eben die Integration/Inklusion besser umsetzen zu können. In den ihr zugewiesenen Klassen übernimmt sie die didaktischen und pädagogischen Aufgaben im Team mit der Klassenlehrperson wahr.

Datum: 28.11.2013

[Personalressourcen für Integration]

Ist der »klinische Befund« dasselbe wie die »Funktionsbeschreibung«?

Ja, der klinische Befund ersetzt den bisher gängigen Begriff der Funktionsbeschreibung. Funktionsdiagnose und Funktionsbeschreibung waren bisher die beiden Kategorien, welche die diagnostische Grundlage dafür lieferten, für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen oder Lernstörungen die geeigneten Maßnahmen zu treffen und sie angemessen in ihrem Bildungsweg zu unterstützen. Zusammen mit dem Abkommen wurden auch die Diagnosenliste und die entsprechenden diagnostischen Dokumente überarbeitet. Während der Begriff „Funktionsdiagnose" weiterhin verwendet wird, ersetzt der »klinische Befund« den Begriff »Funktionsbeschreibung«.

Datum: 28.11.2013

[Planungsinstrumente - Dokumentation - Formulare]

Gibt es Vorlagen für die Register?

Nein, das Register liegt in der Kompetenz der autonomen Schule. Die Schulen können auch alte Vorlagen verwenden, soweit sie dem neuen Abkommen entsprechen.

Datum: 28.11.2013

[Förderung]

Was ist unter einer zielgleichen Förderung zu verstehen?

Die im Individuellen Bildungsplan definierten Ziele müssen somit innerhalb der Kompetenzziele liegen, die in den Rahmenrichtlinien des Landes für die Grund-, Mittel- und Oberschule angeführt sind. Bei der Festlegung dieser Ziele und der Lernwege werden das Lernniveau und die Art des Lernens der einzelnen Schülerin, des einzelnen Schülers beachtet. Dabei sind vorhandene Fertigkeiten zu berücksichtigen und zu stärken. Die Kompensations- und Befreiungsmaßnahmen betreffen alle von der Störung betroffenen Bereiche. Sie werden im Unterricht, bei den Leistungsüberprüfungen während des Unterrichtsjahres und bei den Abschlussprüfungen gewährleistet. Für die Praxis bedeutet dies, dass alle Schülerinnen und Schüler am gleichen Gegenstand arbeiten und lernen. Die Aufgaben werden aber so gestellt, dass die Kompetenzen auf unterschiedlichem Niveau und mit unterschiedlichen Hilfsmitteln erreicht und überprüft werden können.

Datum: 28.11.2013
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