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Aktionsplan und Kriterien für Lärmschutzmaßnahmen

Die Europäische Richtlinie 2002/49/CE, (auf nationaler Ebene aufgenommen mit Lgsl. Dekret 19.8.2005 Nr. 194) beinhaltet Normen für die Bestimmung der Umweltlärmbelastung und eine allgemeine Strategie um die schädlichen Auswirkungen des Umgebungslärm zu verhindern, vorzubeugen oder zu mindern.
Diese Richtlinie wird in den kommenden Jahren als Grundlage zur Entwicklung allgemeiner   Maßnahmen für die Planung und Reduzierung der Lärmbelastung dienen.
Die Autonome Provinz Bozen – Südtirol, hat gemäß Lgsl. Dekret 194/2005, einen Aktionsplan erstellt, um den Lärm vom Straßenverkehr auf Landesebene einzuschränken bzw zu beseitigen.
Ziel des Aktionsplans ist die Eingriffe laut einer Prioritätenskala zu planen, wobei jene Zonen bevorzugt werden, in welchen die Lärmüberschreitung am höchsten und die Anzahl der betroffenen Personen sehr groß ist.

Die Hauptinstrumente für die Reduzierung der Lärmbelastung gemäß Rechtsvorschriften sind folgende:

Realisierung des Lärmkatasters
Das Lärmkataster dient dazu, den Lärmgrad, an dem die Bevölkerung ausgesetzt ist, zu kontrollieren.
Das Lärmkataster wurde im Jahre 2007 von den Technikern des Amtes für Luft und Lärm 29.2 ausgearbeitet und wurde im Jahre 2012 aktualisiert. (Siehe Ortophoto am Ende dieser Seite)
Straßenachsen von Landeskompetenz 

Aktionsplan für die Lärmschutzmaßnahmen
Der Aktionsplan beinhaltet allgemeine Kriterien, welche von der Landesverwaltung angewandt wurden, um  die Lärmschutzprojekte so wie die technischen Eingriffsmethoden mit den diesbezüglichen Effekten und Kosten festzulegen.

Die Lärmschutzmaßnahmen welche die Landesverwaltung anwenden könnte sind folgende

 - Direkte Eingriffe an der Lärmquelle ( Schallabsorbierender Asphalt,  Reduzierung der Geschwindig-keit, Umfahrung, Durchfahrtsverbot oder Einschränkungen für die LKW–Fahrer)
- Eingriffe längs dem Ausbreitungsweg des Lärms von der Lärmquelle bis zum Lärmempfänger (Lärmschutzmaßnahmen,                 schallabsorbierende Auskleidung der Tunnelportale, Erddämme)
- Direkte Eingriffe am Empfänger (schallisolierende Fenster)

Der ausgearbeitete Aktionsplan enthält die Mindestvorsaussetzungen welche die Anlage 5) obgenannter nationaler Rechtsvorschrift vorsieht

Prioritätenliste der Lärmschutzmaßnahmen
Aus den Ergebnissen des Lärmkatasters sind die kritischen Zonen und der Prioritätenindex der Eingriffe hervorgegangen. Diese wurden folglich in eine Rangliste aufgenommen die nun als Grundlage für die Prioritätenliste der Lärmschutzmaßnahmen in den nächsten Jahren gilt.
Laut Überschreitung der Lärmgrenzwerte und dem vorgesehenem Eingriff, kann man die Verringerung der Lärmbelastung (errechnet in Dezibel) an welche die Bevölkerung ausgesetzt ist, vorhersehen und die Kosten/Vorteile errechnen
Die Autonome Provinz Bozen legt seit immer ein besonderes Augenmerk auf die Lärmproblematik welche vom Straßenverkehr verursacht wird. Es wurden nicht nur Umfahrungen realisiert, die den Verkehrsfluss außerhalb der Wohngebiete umleiten, sondern es wurden auch weitere andere Eingriffe (passive) vorgenommen so wie beispielsweise die Installation von Lärmchutzwänden, welche die Lärmausbreitung verhindern, und jene Eingriffe (aktive), welche direkt an der Lärmquelle wirken und somit die Emissionsgrenzwerte verringern (Schallabsorbierender Asphalt).
Die Landesverwaltung prüft derzeit eine neue Art von schallabsorbierendem Asphalt, undurchlässig und mit geschlossenen Poren, welcher mit Autoreifenreste realisiert wird und als „Rubber“ bezeichnet wird.
Die Programmierung der Eingriffe und die diesbezüglichen Fonds hängen von den Mehrjahresprogrammen der Abteilungen 10 und 12 ab.

Straßen mit einem Verkehrsaufkommen über 6.000.000 Fahrzeuge/Jahr (1. Phase 2008)
Am 14.10.2008 wurde der Aktionsplan, gemeinsam mit dem Lärmkataster (2007) und der Prioritätenliste der Lärmschutzmaßnahmen dem zuständigem „Ministero dell’Ambiente e della Tutela del Territorio e del Mare“ übermittelt.
Zur Information der Bevölkerung wurde in den lokalen Tageszeitungen „Alto Adige“ und “Dolomiten“ und auf der Homepage eine entsprechende Bekanntmachung veröffentlicht.
Der einzige Straßenabschnitt mit einem Verkehrsaufkommen über 6.000.000 Fahrzeuge/Jahr wurde auf der Mebo (SS38) festgelegt und die Ergebnisse des Lärmkatasters haben nur 3 Zonen hervorgehoben, wo die Grenzwerte überschritten wurden. In den 3 Zonen wurden Lärmschutzmaßnahmen vorgenommen.

Straßen mit einem Verkehrsaufkommen über 3.000.000 Fahrzeuge/Jahr (2. Phase 2013)
Der Aktionsplan wurde innerhalb der vom Ministerium vorgegeben Fälligkeit mit den Verkehrsdaten vom Jahre 2011 aktualisiert.
Folglich sind neue Daten entstanden, und es wurden neue Straßenabschnitte mit einem Verkehrsaufkommen von über 3 Mio. Fahrzeuge/Jahr festgestellt.
Innerhalb 2013 ist die Übermittlung des Aktionsplans mit der Prioritätenliste der Lärmschutzmaßnahmen so wie der graphischen Unterlagen an das zuständige Ministerium vorgesehen.

Information und Einsicht
Die öffentliche Verwaltung hat aufgrund der Nachfrage der Bürger, den Aspekt der "Information und Einsicht" mittels Veröffentlichungen in den Tageszeitungen Alto Adige und Dolomiten verstärkt.
Es wurde der Aktionsplan auf der Web-Seite der Abteilung 10 veröffentlicht und eine E-Mail Adresse für eventuelle Bemerkungen der Bürger innerhalb 45 Tagen nach der Veröffentlichung des Aktionsplan aktiviert.

Der zuständige Betreiber vom Straßennetz ist die Abteilung 12, Straßendienst vom Assessorat für Umwelt, Energie, öffentliche Bauten, Vermögen, Schule und ladinische Kultur (www.provinz.bz.it/strassendienst)
Das Lärmkataster wurde von den Technikern der Umweltagentur, Amt für Luft und Lärm vom Assessorat für Umwelt, Energie, öffentliche Baute und Vermögen, Schule und ladinische Kultur ausgearbeitet (http://www.provinz.bz.it/umweltagentur/default.asp )

Rechtsvorschriften
1) Legislativdekret vom 19. August 2005, Nr. 194
"Attuazione della direttiva 2002/49/CE relativa alla determinazione e alla gestione del rumore ambientale"

2) Dekret des Präsidenten der Republik vom 30. März 2002, Nr. 142
"Disposizioni per il contenimento e la prevenzione dell´inquinamento acustico derivante dal traffico veicolare, a norma dell´articolo 11 della legge 26 ottobre 1955, n. 447"

3) Ministerialdekret vom 29. November 2000
" Criteri per la predisposizione, da parte delle societá e degli enti gestori dei servizi di trasporto o delle relative infrastrutture, dei piani degli interventi di contenimento e abbattimento del rumore"

4) Richtlinie 2002-49-EG
" Richtlinie des europäischen Parlaments über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm"

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