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Schulbibliotheken: Mit neuer Software fit für mobile NutzerInnen

Die Landesabteilung Informationstechnik hat für die Schulbibliotheken der deutschen und ladinischen Schulen eine Unlimited-Lizenz von "BIBLIOTHECAplus" der Firma OCLC angekauft. Diese Software macht die Bestände der Bibliotheken über aktuelle Suchmaschinentechnologie sichtbar und zugänglich. Das Recherchieren, Vormerken und das Verlängern von Medien ist damit auch via Smartphone möglich.

Startschuss für die Umstellung auf BIBLIOTHECAplus
Smartphones, Internet und Suchmaschinen werden heute von SchülerInnen und LehrerInnen ganz selbstverständlich als Informationsmedien genutzt. Die Südtiroler Schulbibliotheken stellen sich darauf ein: Koordiniert durch das Landesamt für Bibliotheken und Lesen erhalten alle Schulbibliotheken der deutschen und ladinischen Sprachgruppe eine neue Bibliothekssoftware.

Das Bibliothekssystem BIBLIOTHECAplus der OCLC GmbH steht den nutzenden Schulbibliotheken ab sofort im Hosting zur Verfügung. Die Datenbanken und die Software werden von der Südtiroler Informatik AG (Siag) im Rechenzentrum für die Schulbibliotheken betrieben und müssen nicht wie bisher bei jeder Bibliothek aufwändig einzeln installiert und gewartet werden.

Die BibliothekarInnen bzw. Lehrpersonen greifen über Internet auf das Programm und die Daten zu. Vor Ort braucht man also nur einen PC mit Internetanschluss. Theoretisch könnte ein/e BibliothekarIn auch von Zuhause aus Medien bearbeiten.

Während früher jede Schulbibliothek eine Insel war, ergeben sich durch die neue Software ganz neue Möglichkeiten. Die NutzerInnen und die BibliothekarInnen können nun endlich Einsicht in die Bestände anderer Bibliotheken nehmen. Dies erleichtert den Bestandsaufbau und den Austausch der Medienbestände. Die hauptamtlich betreuten Schulbibliotheken sowie die Schulbibliotheken der Fach- und Berufsschulen erhalten nämlich das neue Web-Portal OPEN von BIBLIOTHECAplus. Dieses bietet den Schulbibliotheken die Möglichkeit, sich über eine eigene Website zu präsentieren und diese zu pflegen. Diese Software macht die Bestände der Bibliotheken über aktuelle Suchmaschinentechnologie sichtbar und zugänglich. Das Recherchieren, Vormerken und das Verlängern von Medien ist damit auch via Smartphone möglich.

Mit der Umstellung wurde Anfang Dezember begonnen. Bis Ende des Schuljahres 2015/16 sollen alle Schulbibliotheken der deutschen und ladinischen Schulen auf BIBLIOTHECAplus umgestellt sein. Mit der Migration der Daten von Libro auf BIBLIOTHECAplus wird der Bibliotheksverband Südtirol beauftragt. Sobald die Schulbibliotheken auf die neue Software umgestellt sind, ist das Ziel "Bibliothek Südtirol" ein großes Stück näher gerückt.

"Diese Investition dient allen SchülerInnen und Lehrpersonen der deutschen und ladinischen Sprachgruppe, die dadurch ein innovatives Angebot erhalten", erklärt Kurt Pöhl, Direktor der Abteilung Informationstechnik des Landes. "Durch das Hosting der Siag reduzieren wir außerdem den Aufwand der laufenden technischen Administration beträchtlich."

"Die Schulbibliotheken gehen mit BIBLIOTHECAplus und OPEN einen entscheidenden Schritt in Richtung heutiger Qualitätsstandards", so Volker Klotz vom Landesamt für Bibliotheken und Lesen. "Damit schaffen wir eine Verbindung zu den Öffentlichen Bibliotheken des Landes in unserem Betreuungsbereich, die ebenfalls die Bibliothekssoftware BIBLIOTHECAplus einsetzen."

Laut Helmut Kimmling, General Manager OCLC GmbH, hat sich die Erwartung gerade jüngerer BibliotheksnutzerInnen fundamental gewandelt: „Sie erwarten vom Bibliotheksservice das, was sie bei Google und anderen Onlineservices finden: Hohe Verfügbarkeit, Schnelligkeit und gute Treffer. Wir freuen uns, die Südtiroler Schulbibliotheken hier mit OPEN und BIBLIOTHECAplus unterstützen zu können."

SF

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