Aktuelles

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Die Südtiroler Kirchenbücher 1565–1923 online: www.kirchenbücher-südtirol.findbuch.net

Pressekonferenz am Donnerstag, den 3. März 2022 um 9.30 Uhr im Festsaal des Ansitzes Rottenbuch Bozen, Armando-Diaz-Straße 8, 2. Stock

Taufbuch der Meraner Nikolauspfarrei mit dem Geburts- und Taufeintrag von Silvius Magnago

Im Zuge einer Pressekonferenz im Ansitz Rottenbuch (Landesdenkmalamt) stellen Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer, Kanzler Leo Haas, Landeskonservatorin Karin Dalla Torre und die Direktorin des Landesarchivs, Christine Roilo, die nunmehr über findbuch.net bis zum Stichjahr 1923 online verfügbaren Südtiroler Kirchenbücher vor.

Die Kirchenbücher im engeren Sinn (auch Matriken, Pfarrmatrikeln, -register, -bücher), also die amtlichen Register der Pfarrer zur Beurkundung von Taufen, Firmungen, Trauungen und Sterbefällen einer Pfarrei, werden im Regelfall bei den Pfarrämtern verwahrt.

Das Trienter Konzil schrieb den katholischen Pfarreien 1563 erstmals das Führen von Tauf- und Trauungsmatrikeln verbindlich vor; für die Zeit vom 17. bis weit ins 19. Jahrhundert bilden Matrikeln für weite Teile Europas die bedeutendste Schriftquelle für historische Personen- und Bevölkerungsforschung. Von 1784 bis 1923 erfüllten die Kirchenbücher in den österreichischen Ländern bzw. in dem 1919 zu Italien geschlagenen südlichen Tirol auch die Funktion von Personenstandsregistern. Zum 1. Jänner 1924 wurden hier nach italienischem Recht kommunale Zivilstandsregister eingeführt (Kgl. Dekret vom 24. September 1923, Nr. 2013).

Zwischen 1988 und 1991 wurden die Kirchenbücher der Diözese Bozen-Brixen in einer Kooperation von Autonomer Provinz Bozen und dem italienischen Ableger der Genealogical Society of Utah (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage) mit Zustimmung des Generalvikars mikroverfilmt, diese Mikrofilme den Besucherinnen und Besuchern des Landesarchivs anschließend zur Verfügung gestellt und seither intensiv benützt.

2017 wurden die Mikrofilme der Kirchenbücher (insgesamt 464.132 Fotogramme) digitalisiert, die weiteren Schritte hin zur Online-Stellung der Digitalisate im Februar 2020 in einer Vereinbarung von Landesdenkmalamt und Generalvikariat verschriftlicht.

Veröffentlicht werden unter www.kirchenbücher-südtirol.findbuch.net sämtliche als Mikrofilmdigitalisate verfügbaren Tauf-, Trauungs- und Totenbücher der katholischen Pfarreien der Diözese Bozen-Brixen von den Anfängen der Überlieferung bis zum Stichdatum 31. Dezember 1923. Mit diesem Schritt wird ein zeitgemäßer Zugang zu einer zentralen Quelle für die historische Forschung und Interessierte geschaffen.

PT

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