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Freienfeld: Landesregierung stimmt Lärmschutzwänden entlang A22 zu

In der Gemeinde Freienfeld werden 13 Lärmschutzwände längs der Brennerautobahn (A22) realisiert. Die Landesregierung hat den Landeshauptmann ermächtigt, das Einvernehmen zu geben.

In Übereinstimmung mit dem Lärmschutzplan der Brennerautobahn AG ist in der Gemeinde Freienfeld die Realisierung von 13 schallabsorbierenden Lärmschutzwänden zwischen Kilometer 17+039 und Kilometer 25+446 vorgesehen. Für die Umsetzung des Vorhabens ist das Einvernehmen des Landes nötig. Die Brennerautobahngesellschaft hatte im November 2023 darum ersucht, die Arbeiten für das Projekt durchführen zu dürfen.

In ihrer heutigen Sitzung (9. April) hat die Landesregierung Landeshauptmann Arno Kompatscher dazu ermächtigt, das Einvernehmen des Landes zu geben. Der zuständige Landesrat Peter Brunner hat den entsprechenden Beschluss in die Landesregierung eingebracht: "Mit diesem Projekt kommen wir dem Vorhaben, die Lärmbelastung im Wipptal zu reduzieren und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern, einen großen Schritt näher." Von den Schutzmaßnahmen betroffene Örtlichkeiten sind "Schloss Sprechenstein", "Freienfeld Ost und West", "Burg Welfenstein", "Hansnerhof", "Griesser" und "Kurfarstraße". Allein im Bereich "Freienfeld Ost und West" sind acht Lärmschutzwände vorgesehen. 

Technische Details

"Es handelt sich um neuartige Lärmschutzwände, die sich in die Umgebung einfügen, ohne die Fahrer abzulenken", berichtet Giorgio Gottardi, Direktor im Landesamt für Landesplanung und Kartografie. Verwendet werden vier bis fünf Meter hohe Paneele aus transparentem Acrylglas und Aluminium, die auf Fundamentstrukturen aus Beton gründen. Eine schallabsorbierende, dunkelbraun-rote Schicht aus Blähtonbeton oder Bimsstein wirkt dem Verkehrslärm entgegen. Die Außenfassade der vorgefertigten Wand wird mit einem dunkelbraunen Schutzlack behandelt. Zum Schutz der Vögel werden die transparenten Paneele durch horizontale Streifen unterschiedlicher Form und Größe gekennzeichnet. Dabei werden auch landschaftliche, architektonische sowie künstlerische Aspekte berücksichtigt.

Anpassung der Beschleunigungsstreifen

Das Projekt sieht auch die Anpassung der Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen der Raststätten Trens Ost und Trens West vor. Sämtliche Arbeiten, die auf der Fahrbahn in nördlicher Richtung circa zwischen Kilometer 20+500 und Kilometer 16+800 geplant sind, wurden so konzipiert, dass diese mit der künftigen Verbreiterung der Autobahnfahrbahn von der Raststätte Trens Ost bis zur Ausfahrt Sterzing vereinbar sind.

Positive Gutachten mit Vorschriften

Das Projekt wurde von Ingenieur Carlo Costa für die Brennerautobahn ausgearbeitet. Die Dienststellenkonferenz für den Umweltbereich hat das Projekt überprüft und mit Bedingungen genehmigt. Auch das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord und das Landesamt für Geologie und Baustoffprüfung sowie die Gemeinde Freienfeld haben das Projekt positiv – teils mit Vorschriften – begutachtet.


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LPA/mpi