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Tag der Muttersprache: Ladinische Schulen feiern sprachliche Vielfalt
Reihe von Initiativen der am Projekt "L’AltRoparlante – Usc che se liëia" beteiligten Klassen anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache am 26. Februar
BOZEN (LPA). Anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache, der am 26. Februar - anstelle des offiziellen Datums am 21. Februar - begangen wurde, haben die am Projekt "L’AltRoparlante – Usc che se liëia" beteiligten Klassen eine Reihe von Initiativen durchgeführt. Das Projekt wird vom Inspektorat für Mehrsprachigkeit sowie vom Dienst für Inklusion der Landesdirektion Ladinische Kindergärten und Schulen in Zusammenarbeit mit der Università per Stranieri di Siena umgesetzt. Ziel war es, die in der Schule vorhandene sprachliche Vielfalt anzuerkennen, wertzuschätzen und sichtbar zu machen.
An den verschiedenen Standorten der Mittelschulen im Gadertal und in Gröden wurden zahlreiche Aktivitäten abgewickelt, die die beteiligten Lehrpersonen ausgearbeitet hatten, unter anderem eine anonyme Umfrage zur Muttersprache der Schülerinnen und Schüler, deren Ergebnisse im Eingangsbereich der Schule ausgestellt wurden, sowie Tonaufnahmen in den vielen Sprachen, die von den Jugendlichen und ihren Eltern gesprochen werden. Einige Klassen beschäftigten sich mit Redewendungen in verschiedenen Sprachen und Dialekten oder nahmen an einer sprachlichen Schatzsuche in der Bibliothek teil.
In weiteren Klassen wurden ein Bingo und eine Interkomprehensions-Aktivität angeboten, und die Schülerinnen und Schüler gestalteten ihre eigenen Sprachenporträts. Jede Schülerin und jeder Schüler erstellte eine Umrissfigur und ergänzte diese mit Wörtern, Ausdrücken und Sprachen, die Teil der persönlichen Geschichte sind. Die anonymen Arbeiten wurden anschließend in den gemeinsam genutzten Schulräumen ausgestellt und verwandelten die Gänge in eine sichtbare Darstellung des sprachlichen Reichtums der Schule.
Alle diese Aktivitäten boten den Jugendlichen eine wertvolle Gelegenheit, über die Bedeutung der Muttersprache und über die vielen Dimensionen nachzudenken, die damit verbunden sind.
"Wir haben mit großer Freude gesehen, mit welchem Engagement und welcher Begeisterung sich die Schülerinnen und Schüler eingebracht und sich spielerisch sowohl mit ihren eigenen Sprachen als auch mit neuen Sprachen auseinandergesetzt haben", erklärt die Inspektorin für Mehrsprachigkeit Claudia Rubatscher: "Es ist wichtig, dass die Schule das gesamte sprachliche Repertoire der Lernenden anerkennt und wertschätzt und die Herkunftssprachen als kognitive Ressource sowie als Faktor für gelingende zwischenmenschliche Beziehungen begreift."
"Der Tag war eine wichtige Gelegenheit, ein offenes und inklusives Schulumfeld zu stärken, das die sprachlichen Identitäten achtet und die sprachliche Vielfalt als gemeinsames kulturelles Erbe sichtbar macht", ergänzt die Referentin für Inklusion der Schulen der ladinischen Ortschaften Elena Pellegrini.
LPA/red/mac


