Notruf

Wie funktioniert ein Notruf?

Vor einem Notruf braucht man keine Angst zu haben, im Gegenteil: mit einem Notruf rettet man Leben und dafür braucht man nicht viel zu wissen. Es genügt, die Einheitliche Notrufnummer 112 zu wählen und beim Anruf möglichst ruhig die wichtigsten Fakten zu schildern. Es sind dies die Antworten auf die Fragen

  • Wer ruft an? Es genügt, dem Mitarbeiter der Einheitlichen Notrufzentrale Namen und Telefonnummer mitzuteilen. Letztere ist wichtig, damit die Rettungskräfte wenn nötig Kontakt mit Ihnen aufnehmen können. Deshalb sollten Sie nach dem Notruf auch immer darauf achten, dass der Hörer richtig aufgelegt wurde.
  • Was ist passiert? Beschreiben Sie kurz, was sich zugetragen hat, damit sich die Rettungskräfte schon vorab ein Bild machen und die nötigen Vorkehrungen treffen können.
  • Wo ist es passiert? Damit Hilfe schnellstmöglich eintreffen kann, ist eine genaue Adresse oder eine Beschreibung des Ortes, an dem Hilfe benötigt wird, notwendig.
  • Wie viele sind betroffen? Aus dieser Angabe können die Rettungskräfte ableiten, wie viele von ihnen am Einsatzort gebraucht werden.
  • Welche Verletzungen oder Krankheiten müssen versorgt werden?
    Keine Angst: medizinische Fachwissen ist hier nicht gefragt, es genügt eine grobe Beschreibung dessen, was Sie sehen.

Was muss ich am Ort des Geschehens tun?

Neben den fünf genannten Ws eines Notrufes ist noch ein sechstes W wichtig: Es steht für „warten“. Wer den Notruf absetzt, muss auch danach zur Verfügung stehen, um vor Ort zu helfen bzw. im Nachhinein auftretende Fragen zu beantworten. Bleiben Sie also am Ort des Geschehens!

Auf die Rettungskräfte zu warten, heißt im Notfall nicht, untätig zu bleiben. Man sollte in jedem Fall die Anweisungen der Mitarbeiter der Landesnotrufzentrale befolgen, sollte den Patienten – ohne ihn zu bewegen – zudecken, ihn vor der Umgebung schützen, beruhigen und ihm Mut machen. Eventuell eng sitzende Kleidungsstücke (Gürtel, Krawatte, Hemdkragen, etc.) sollte man vorsichtig lockern, damit dem Patienten die Atmung leichter fällt. Geben Sie dem Patienten nichts zu essen oder zu trinken und auch keine Medikamente! Handelt es sich um einen Unfall, muss man zudem andere auf die Gefahr aufmerksam machen und möglichst dafür sorgen, dass die Einsatzkräfte freie Fahrt haben.