Apotheken und Arzneimittelversorgung

Meldung Schließung Apotheke aus Familiengründen

Die Inhaber oder Leiter eines Apothekenbetriebes sind dazu verpflichtet, beim Beginn oder bei der Beendigung eines Dienstverhältnisses, folgende Angaben über die mitarbeitenden Apotheker der Abteilung Gesundheitswesen, Amt für Gesundheitssprengel mittels Formular zu übermitteln.

Apothekenwettbewerb: gültige Rangordnung

Mit Beschluss der Landesregierung vom 08. März 2016 Nr. 269 wurde die hier ersichtliche definitive Rangordnung des Apothekenwettbewerbes genehmigt.

Mit Beschluss der Landesregierung vom 07. März 2017 Nr. 253 wurde die hier ersichtliche definitive Rangordnung des Apothekenwettbewerbes nach der Umsetzung des Urteils, Nr. 43/2017 genehmigt.

Apothekenwettbewerb: ausgeschriebene Sitze

Mit Beschluss der Landesregierung vom 02. Mai 2017 Nr. 489 wurde die hier ersichtlichen ausgeschriebenen Sitze genehmigt.

Medizinische Verwendung von Cannabis

Hinweise betreffend die medizinische Verwendung von Cannabis für die Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotherker:

- Rundschreiben

- Ministerialdekret

- Datensammlungs-Blatt 

Rundschreiben

Verschreibungszentren

Transparenzliste der gleichhaltigen Arzneimitteln

Anleitung für die Verschreibung von Arzneimittelm mit Therapieplan

Hier finden Sie die aktuelle Liste der Südtiroler Zentren, die zur Ausstellung der Diagnose und des Therapieplans ermächtigt sind, veröffentlicht. In der Liste sind der Wirkstoff, der ärztliche Fachbereich und die Art des Therapieplanmodells (normaler Therapieplan, Therapieplan laut AIFA Vorlage oder web basierter Therapieplan) angegeben.

Beschreibung des Therapieplans

Der Therapieplan ist ein Instrument, das von der einzigen Arzneimittelkommission CUF, heute italienische Arzneimittelagentur AIFA, eingeführt wurde und eine angemessene Verwendung von gewissen Arzneimitteln an den Patientinnen und Patienten gewährleisten soll.

Die Bestimmungen der AIFA sehen vor, dass die Ärztin oder der Arzt für Allgemeinmedizin bestimmte Arzneimittel zu Lasten des gesamtstaatlichen Gesundheitsdienstes verschreiben kann, wenn eine Diagnose und ein Therapieplan vorliegen, welche von Fachzentren ausgestellt wurden, die dazu eigens von den Regionen und autonomen Provinzen ermächtigt wurden. Damit soll verhindert werden, dass die Patientinnen und Patienten auf dem Territorium wiederholt das Fachzentrum aufsuchen müssen, um eine Arzneimittelverschreibung zu erhalten. Der Therapieplan dient außerdem dazu, die Angemessenheit der Verschreibung zu garantieren.

Alle Therapiepläne werden zum Zwecke einer ordnungsmäßigen und bewussten Verwendung der Arzneimittel vom Südtiroler Sanitätsbetrieb kontrolliert, das heißt, ein Medikament der Klasse A kann nur dann vom gesamtstaatlichen Gesundheitsdienst erstattet werden, wenn eine ermächtigte Fachärztin oder ein ermächtigter Facharzt im Rahmen des eigenen Fachgebietes den Therapieplan für das betroffene Medikament ausgestellt hat. Der Therapieplan muss gemäß den Grundsätzen der Angemessenheit und der guten Anwendung von Arzneimitteln ausgestellt sein.

Um dem Südtiroler Sanitätsbetrieb die Kontrolle der Angemessenheit der Verschreibung zu ermöglichen, muss der Therapieplan immer von der ermächtigten Fachärztin oder dem ermächtigten Facharzt ausgefüllt werden, unabhängig davon ob dann die Fachärztin oder der Facharzt selbst oder die Ärztin oder der Arzt für Allgemeinmedizin das Arzneimittel verschreibt. Die Ausstellung des Therapieplans ist für folgende drei Fälle vorgesehen:

  1. schwere Krankheiten fachärztlicher Zuständigkeit, die mit hohen Kosten verbunden sind: Erythrpoietine, granulozytäre Wachstumsfaktoren, Interferone, Wachstumshormone, Hormone bei Infertiliät usw.
  2. Wirkstoffe, die erst kürzlich zugelassen wurden und/ oder einer Überwachung der sospette unerwünschten Wirkungen unterliegen und / oder über einen hohen Preis verfügen: neue Antiepileptika, neue Antiparkinsonmittel, neue Gerinnungshemmer, neue Herz – Kreislauf- Medikamente, neue Insuline usw.
  3. Pharmakovigilanz: Meldung von erhöhtem Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen.

Eigenschaften von Therapieplänen:

Der Therapieplan muss folgende Angaben enthalten:

  1. Allgemeine Daten zur Patientin / zum Patienten: Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Geschlecht, Steuernummer, Adresse, Sanitätsbetrieb, in dem man ansässig ist,
  2. Name der Ärztin/ des Arztes für Allgemeinmedizin,
  3. Diagnose der Krankheit, die derjenigen entsprechen muss, für die die Ausstellung des Therapieplans vorgesehen ist,
  4. verschriebenes Arzneimittel mit Dosis, Art und Zeitpunkten der Einnahme
  5. vorgesehene Therapiedauer (Gültigkeit des Therapieplans): der Therapieplan hat eine begrenzte zeitliche Gültigkeit mit einer Höchstdauer von 12 Monaten nach Ausstellungsdatum, sofern die AIFA nichts anderes bestimmt hat. Der Therapieplan muss bei Änderung der Therapie sowie bei Ablauf des vorherigen Therapieplans erneuert werden.
  6. Stempel und Unterschrift der ermächtigten Fachärztin / des ermächtigten Facharztes.

Für bestimmte Wirkstoffe wurden Vorlagen des Therapieplans (eigener von der AIFA vorgegebener Therapieplan) eingeführt. Es handelt sich um eigene genau vorgegebene Therapieplanmodelle, welche die klinischen Bedingungen, für die bestimmte Arzneimittel zu Lasten des gesamtstaatlichen Gesundheitsdienstes verschrieben werden kann, definieren. Für bestimmte Wirkstoffe wurden web basierte Therapiepläne der AIFA (einheitliches online Modell des Therapieplanes) eingeführt, der genau die klinischen Bedingungen, für die bestimmte Arzneimittel zu Lasten des gesamtstaatlichen Gesundheitsdienst verschrieben werden können, definiert. Der Zugang zur Internetseite ist den ermächtigten Fachzentren vorbehalten:

Die Standardtherapiepläne, die Therapiepläne auf der Grundlage einer eigenen AIFA Vorlage und die web basierten Therapiepläne müssen von der zur Verschreibung ermächtigten Fachärztin / dem ermächtigten Facharzt in vierfacher Kopie ausgestellt werden. Die erste Kopie des Therapieplans bleibt bei der ausstellenden Fachärztin/ dem ausstellenden Facharzt. Die zweite Kopie wird über die Patientin / den Patienten der Ärztin / dem Arzt für Allgemeinmedizin, der die Patientin / den Patienten betreut, übermittelt. Die dritte Kopie wird von der Fachärztin/ den Facharzt an den pharmazeutischen Dienst des Sanitätsbetriebes, in dem die / der Betreute ansässig ist, gesendet. Die etwaige vierte Kopie gehört der Patientin / dem Patienten.

Ärztinnen und Ärzte, die nicht den Zentren angehören, die für die Ausstellung eines Therapieplanes für ein bestimmtes Medikament ermächtigt sind, können dieses nicht zu Lasten des gesamtstaatlichen Gesundheitsdienstes verschreiben, auch wenn sie Fachärztinnen / Fachärzte im Fachbereich sind.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb führt gezielte Kontrollen betreffend die Verschreibung von Arzneimitteln, die einem Therapieplan unterliegen, durch.

Territoriale Gültigkeit des Therapieplans

Der Therapieplan ist im gesamten Staatsgebiet gültig. Die Therapiepläne, die von den Fachärztinnen / Fachärzten für Patientinnen / Patienten ausgestellt werden, die vorübergehend von einem Sanitätsbetrieb betreut werden, müssen vom Verschreibungszentrum an den pharmazeutischen Dienst des Sanitätsbetriebes, in dem die Patientin / der Patient ansässig ist, übermittelt werden.

Der Bericht analysiert die Arzneimittelverschreibungen in Südtirol im Jahr 2015 auf territorialer Ebene und im Krankenhaus. Die Arzneimittelausgaben beliefen sich insgesamt auf 122 Millionen Euro, von denen 75% vom gesamtstaatlichen Gesundheitsdienst rückvergütet wurden, während die Bürger für den Rest aufkamen. Die vertragsgebundenen Ausgaben zu Lasten des gesamtstaatlichen Gesundheitsdienstes für Medikamente der Klasse A sind im Vergleich zu 2014 unverändert geblieben (wie im restlichen Italien), die Ausgaben für die in den Krankenhäusern verwendeten Arzneimittel sind hingegen weiter angestiegen (+12%). Die kardiovaskulären Medikamente befinden sich hinsichtlich Ausgaben und Dosen (DDD - definierte Tagesdosen) an erster Stelle, während die antimikrobiellen Medikamente die höchste Anwendungsprävalenz in der Bevölkerung aufweisen. Auf die Gruppe der Betreuten über 65 Jahren entfallen circa 70 % der Dosen (DDD - definierte Tagesdosen) und 50% der Ausgaben. Im Jahr 2015 hat die Verschreibung von Arzneimittel, deren Patentschutz abgelaufen ist, 75% der Dosen (DDD definierten Tagesdosen) erreicht.

Der Bericht ist hier einsehbar: "Arzneimittelverschreibung in Südtirol Analyse der Daten 2015" (in italienischer Sprache).