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Qualität in Bibliotheken

 

Ausgangssituation

Das Öffentliche Bibliothekswesen in Südtirol hat sich in den letzten 20 Jahren sehr gut entwickelt. In fast allen Orten des Landes wurden Bibliotheksstrukturen geschaffen, Gemeinden wurden für das Anliegen "Bibliothek" sensibilisiert. Kurzum, wir können mit berechtigtem Stolz auf das Geleistete zurückblicken. Wir spüren jedoch, dass unsere Bibliotheken vor den gleichen Herausforderungen stehen wie in anderen Regionen auch. Stichworte dazu sind:

  • der gesellschaftliche Wandel, der Auswirkungen auf die Bibliotheken hat;
  • die Mobilität trägt dazu bei, dass sich Leute dort versorgen, wo sie am besten "bedient" werden.
  • die Erkenntnis setzt sich allmählich durch, dass Bibliotheken allein nicht imstande sind, alle Aufgaben zu bewältigen, die ihnen als bedeutende Einrichtung der kulturellen und (weiter)bildungsorientierten Nahversorgung erwachsen;
  • eine vielfältiger werdende Medienlandschaft.
  • Veränderung der bibliothekarischen Landschaft. Neben den vielen ehrenamtlich geführten Bibliotheken prägen zunehmend hauptamtlich geführte Bibliotheken das Bild.
  • Entstehung neuer oder größerer Strukturen (Universitätsbibliothek; das Bibliothekenzentrum in Bozen, in dem drei Bibliotheken ihren Sitz finden werden; sowie die vielen Hauptsitze, Zweig- und Leihstellen)


Hier finden Sie unsere Broschüre zum Thema "Qualität".

Projektinhalt

Deshalb erarbeiteten die Verantwortlichen des Bibliothekswesens in Südtirol ein Entwicklungskonzept für die öffentlichen Bibliotheken des Landes, dessen Projektinhalte waren:

  • Aufgabenprofile festlegen
  • Qualitätsstandards formulieren
  • Qualitätssicherungsverfahren entwickeln
  • Ressourcengrundsätze definieren

Die einzelnen Abschnitte des Bibliothekskonzeptes wurden von einer Steuerungsgruppe ausgearbeitet, in der VertreterInnen aller Bibliothekstypen (außer Schulbibliotheken und Wissenschaftlichen Bibliotheken) sowie MitarbeiterInnen des Amtes für Bibliotheken und Lesen und des Bibliotheksverbandes Südtirol mit eingebunden waren. Im Anschluss an die jeweiligen Projektteile konnten sich BibliothekarInnen über Stand und Fortgang des Bibliothekskonzeptes informieren, und sie konnten ihre Meinungen, Verbesserungsvorschläge und Kritik einbringen. Die eingebrachten Ideen/Anmerkungen wurden in das Konzept eingearbeitet. Die kontinuierliche Rückkopplung von Zwischenberichten dient zur besseren Transparenz des Projektes und trägt somit auch zu mehr Akzeptanz durch die BibliothekarInnen bei. Ebenso wurden die Inhalte des Bibliothekskonzeptes in Richtung Politik (d. h. BürgermeisterInnen und KulturassessorInnen) vermittelt.
Die Steuerungsgruppe wurde durch 2 externe Moderatoren begleitet.

Ihre Ansprechpersonen

Dr. Marion Gamper, Tel. 0471 413325, E-Mail marion.gamper@provinz.bz.it
Dr. Volker Klotz, Tel. 0471 413320, E-Mail volker.klotz@provinz.bz.it