Hauptinhalt
Tschechische Experten machen sich ein Bild über das Erdbebennetz in Südtirol
Der inzwischen pensionierte Leiter der Geophysik (von 1991 – 2009) bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geophysik in Wien (ZAMG), Peter Melichar hat acht Fachleute der Uni Brünn (Brno) in Tschechien nach Bozen begleitet. Beim Landeszivilschutz erteilte Abteilungsdirektor Hanspeter Staffler einen Überblick über den Südtiroler Zivilschutz als Behörde und in seinen Strukturen des Freiwilligenwesens. Durch die Bereiche der Zentralen, sei es jene der Berufsfeuerwehr, die Landesnotrufzentrale und die Verkehrsmeldezentrale führten Harald Pircher und Markus Rauch von der Zivilschutzabteilung. Besondere Aufmerksamkeit schenkten die Gäste dem Landesfunkdienst, welcher auch das Erdbebennetz in Südtirol betreut. Die Uni Brünn hatte sich gemeinsam mit dem Südtiroler Zivilschutz am Interreg-Projekt III zwischen Italien und Österreich für die Realisierung des Erdbebennetzes beteiligt. Dieses Projekt mit dem Namen „Fastlink Tyrol“ wurde im Jahre 2006 abgeschlossen. Nach der Theorie im Zivilschutzturm in Bozen besuchten die Experten die Umsetzerstation auf Kohlern, wo einer der Sensoren des Erdbebennetzes installiert ist.
(IH)
News
Was tun im Falle von...
Wenn Gefahr droht, muss schnell gehandelt werden. Zum Selbstschutz gehört auch, dass man zu Hause auf möglich Notsituationen vorbereitet ist. Der Selbstschutz ist also Sache jedes einzelnen, aber auch der Gemeinschaft. Sachkundiges Handeln im Notfall muss erst erlernt werden. Die Erste Hilfe ist ein wichtiger Bestandteil des Selbstschutzes.
Themen
Brandschutz
Im Brandfall können die Auswirkungen auf die betroffenen Gebäude und ihrer Bewohner dramatisch sein. Wenn aber die nötigen Vorbeugemaßnahmen getroffen wurden und der Einsatz schnell und fachgerecht ausgeführt wird, sind die Personen, ihr Besitz und ihr Umfeld effektiv geschützt.
Warnung und Alarmierung
Um eine rasche Warnung, Alarmierung und Information der Bevölkerung zu gewährleisten, bedienen wir uns in Südtirol des dichten Netzes an Feuerwehrsirenen. Nach dem einheitlichen Zivilschutzsignal "Alarm" werden wichtige Informationen über Radio und Fernsehen gesendet.
Naturgefahren und Risiken
Stürme, starke Winde, Epidemien, Muren und Steinschläge, Waldbrände, Überschwemmungen und Hochwasser, Trockenheit, Erdbeben und Lawinen sind zum größten Teil jene Naturkatastrophen, die sich in unserem Gebirgsland mit geringer oder häufiger Wahrscheinlichkeit ereignen können.
Technische Unfälle und Risiken
Wasser- und Trinkwassermangel, Energiekrisen, Großbrände und Tunnelbrände, Ausfall der Kommunikation, Risiken der Staudämme, Chemie- und Biounfälle, Staus sind die Risiken, die in der modernen Gesellschaft den Alltag eines jeden von uns treffen kann.
Weiterbildung und Initiativen
Kurse, die von den Freiwilligenorganisationen, für den Arbeitsschutz, für die Fahrsicherheit, für den Selbstschutz angeboten werden.
Ehrenamt
Ohne Hilfsorganisationen und Ehrenamt hätte der Zivilschutz in unserem Land nicht den heutigen Erfolg! Es ist einfach, Mitglied einer Hilfsorganisation zu werden: es genügt, ein Formular auszufüllen und einen Teil der eigenen Zeit zur Verfügung zu stellen.