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Zivilschutz: Bessere Kommunikation durch Digitalisierung des Funknetzes

Einheitliches digitales Funknetz für alle Landesdienste und freiwilligen Zivilschutzorgansisationen, die Funknetze nutzen müssen, mit Zivilschutzlandesrat Schuler (im Zentrum).

"Mit dem Qualitätssprung durch die Digitalisierung", erklärte Zivilschutzlandesrat Arnold Schuler, "kann in Zukunft besser kommuniziert und somit auch wirkungsvoller gearbeitet werden". Mit Abteilungsdirektor Hanspeter Staffer und Landesfunkdienst-Koordinator Markus Rauch hat er heute (24. Oktober) das neue einheitliche Tetra-Netzwerk im Zivilschutzzentrum in Bozen vorgestellt.

Funktionierende Kommunikationsnetze als Grundlage einer erfolgreichen Einsatzabwicklung: Zivilschutzlandesrat Arnold Schuler (vorne stehend) mit Abteilungsdirektor Staffler (re.) und Funkdienstdirektor Rauch bei der Vorstellung vor Nutzern und Medien

"Der Südtiroler Zivilschutz", führte Abteilungsdirektor Hanspeter Staffler aus, "nutzt derzeit 51 verschiedene Funknetzwerke für unterschiedliche Zwecke; dies erschwert die Zusammenarbeit der operativen Einheiten bei Einsätzen und steigert die Kosten für den Betrieb der Funknetze". Das neue digitale Funknetz ermöglicht es, gleichzeitig zu kommunizieren und Daten zu übertragen. Mit dem neuen System kann eine direkte Kommunikation zwischen den Einsatzkräften verschiedener Organisationen erfolgen, Bergretter, Sanitäter und Feuerwehrleute können den Einsatz besser abstimmen, was besonders bei der Rettung von Menschen von enormer Bedeutung ist. Die Nutzung eines einheitlichen Tetra-Netzwerkes für alle Funkanwendungen führt zudem zu einer erheblichen Senkung der Wartungskosten. Digitale Funksysteme haben auch die Nachbarregionen aufgebaut: In Tirol nutzen die Blaulichtorganisationen bereits seit Jahren das Tetra-Funknetz.

Das in Aufbauphase befindliche Tetra-Funknetz wurde nach einer internationalen Ausschreibung zu einem Vertragspreis von 4,7 Millionen Euro vergeben; die Ausschreibung gewann die Bietergemeinschaft Cassidian Communication GmbH aus Ulm und Center Communication Systems aus Wien. Das erste Baulos steht in der Endphase seiner Realisierung und beinhaltet 56 Sendestandorte, eine zentrale Vermittlungsstelle sowie die erforderlichen Endgeräte, erläuterte Markus Rauch, Koordinator des Landesfunkdienstes. Die Sendeleistungen der Basisstationen wurden so gering als möglich gehalten. Bei Antennenmasten ab 20 Metern Höhe ist die Strahlenbelastung der Tetra-Technologie am Fuße des Mastens extrem gering und bedeutend unter dem zulässigen Grenzwert.

Tetra ist ein öffentlicher Standard für digitalen Bündelfunk und weltweit die meistverwendete Technologie für Funkkommunikation im Bereich Zivilschutz und Sicherheitsbehörden. Wie jedes Mobilfunknetz ist auch ein Tetra-Netz zusammengesetzt aus Vermittlungen, Basisstationen und Servern. Die Basisstationen kommunizieren mittels Radiosignalen in der Luft mit den Tetra-Funkgeräten. Im Gegensatz zu einem Mobilfunknetz wurde Tetra besonders für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben entwickelt. Zu den üblichen Nutzerorganisationen gehören unter anderem Feuerwehren, Rettungsdienste, Bergrettungsdienste, Polizei und öffentliche Verkehrsbetriebe. Das digitale System garantiert außerdem auch die landesweite Verfügbarkeit, Verlässlichkeit und Vertraulichkeit durch Verschlüsselung. Zudem kann das moderne digitale Funknetz auch in das Telefonnetz des Landes integriert werden und somit eine Telefonkommunikation mit Personen ermöglichen, die nicht den Zivilschutzorganisationen angehören.

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Wenn Gefahr droht, muss schnell gehandelt werden. Zum Selbstschutz gehört auch, dass man zu Hause auf möglich Notsituationen vorbereitet ist. Der Selbstschutz ist also Sache jedes einzelnen, aber auch der Gemeinschaft. Sachkundiges Handeln im Notfall muss erst erlernt werden. Die Erste Hilfe ist ein wichtiger Bestandteil des Selbstschutzes.


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