Integration vor Ort

Integration vor Ort durch die Förderung von Projekten

Die öffentlichen Institutionen arbeiten in Zusammenarbeit mit ihren jeweiligen Beratungsbeiräten und den Integrationsreferenten, mit Organisationen ohne Gewinnabsicht, Verbänden und Genossenschaften vor Ort daran, Hindernisse für Integration und Inklusion zu erkennen und abzubauen. Spezifische lokale Situationen und Bedürfnisse bilden die Grundlage für die Planung und Umsetzung gezielter Maßnahmen in den verschiedenen Interventionsbereichen.

Integration und Eingliederung können durch Aktionen auf lokaler Ebene erleichtert und möglich werden. Gezielte Projekte, dynamische Beziehungen auf allen Verwaltungsebenen, die Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern und interessierten Bürger*innen geben die notwendige Unterstützung, Integrationsprozesse vor Ort in die Praxis umsetzen.

Gemeinden und Bezirksgemeinschaften, und seit kurzem auch Organisationen ohne Gewinnabsicht und Genossenschaften können um Beiträge für verschiedene Projekte und Maßnahmen zur Integration und Inklusion neuer Mitbürgerinnen und Mitbürger ansuchen. Dies hat die Landesregierung mit Beschluss am 30. Dezember 2022 zur Förderung des Integrationsprozesses genehmigt.

Damit künftig nicht mehr nur Gemeinden und Bezirksgemeinschaften, sondern auch Organisationen ohne Gewinnabsicht um Beiträge für verschiedene Projekte und Maßnahmen zur Integration und Inklusion neuer Mitbürgerinnen und Mitbürger ansuchen können, hat die Landesregierung mit Beschluss am 30. Dezember 2022 die abgeänderten Kriterien zur Förderung des Integrationsprozesses genehmigt. Diese werden seit 2023 angewandt.

Gefördert werden Projekte, welche die Inklusion und Integration von neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie ein friedliches Zusammenleben fördern, welche die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erhöhen, die Vernetzung zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen zum Ziel haben und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit voranbringen. Alle eingereichten Anträge werden durch eine interne Bewertungskommission geprüft.

Wer kann um Förderungen ansuchen?

Seit 2023 sind neben Gemeinden und Bezirksgemeinschaften auch Organisationen ohne Gewinnabsicht inkl. der Genossenschaften beitragsberechtigt. Private Organisationen und Genossenschaften ohne Gewinnabsicht erhalten nur dann eine Förderung, wenn das Vorhaben von mindestens einer Gemeinde oder Bezirksgemeischaft explizit unterstützt wird.

Wofür kann angesucht werden?

a) Projekte, Initiativen und Veranstaltungen, die die Integration und Inklusion der neuen Mitbürger*innen in Südtirol fördern und zu einem friedlichen Zusammenleben der Bevölkerung beitragen.

b) Maßnahmen zur Förderung der Teilhabe neuer Mitbürger*innen am gesellschaftlichen Leben,

c) Aktionen und Programme, welche die Kooperation und Vernetzung der Gemeinden, Bezirksgemeinschaften und Organisationen im Bereich Integration fördern,

d) Maßnahmen zur Sensibilisierung, Information und Bewusstseinsbildung der Öffentlichkeit,

e) Aus- und Weiterbildung von Multiplikator*innen im Bereich Integration.

Förderkriterien

a) Inhaltliche Bewertungskriterien (max. 50 Punkte):

  1. Förderung der Teilhabe ausländischer Bürger*innen am gesellschaftlichen Leben (max. 10 Punkte)
  2. Förerung des gegenseitigen Kennenlernens (max. 10 Punkte)
  3. Förderung der Kooperation und Vernetzung der Akteure (max. 10 Punkte)
  4. Sensibilisierung der Bevölkerung für das Anliegen der Integration und Inklusion (max. 10 Punkte)

b) Zusatz-Bewertungskriterien (max. 15 Punkte)

  1. Mitfinanzierung von Gemeinden und/oder Bezirksgemeinschaften (max. 5 Punkte)
  2. Einbindung von Migrant*innen in der Planung (max. 5 Punkte)
  3. Innovatives Projekt (max. 5 Punkte)

c) Technische Kriterien/Voraussetzungen (max. 18 Punkte):

  1. Beschreibung des Vorhabens (Ziele, Zielgruppe, Umsetzung) (max. 9 Punkte)
  2. Kostenvoranschlag und Finanzierungsplan (max. 6 Punkte)
  3. Bericht über die in den letzten zwei Jahren durchgeführten Projekte (max. 3 Punkte) - nur für antragstellende Einrichtungen, die in den letzten zwei Jahren Projekte eingereicht haben.

Ein Projekt kann nur dann gefördert werden, wenn es bei einem der inhaltlichen Kriterien laut Buchstabe a) mindestens 7 von 10 möglichen Punkten erreicht udn bei allen technischen Kriterien/Voraussetzungen laut Buchstabe c) mindestens einen Punkt erhält.

Bis wann müssen die Anträge eingereicht werden?

Der technische Abgabetermin der Anträge für die Förderungen ist der 15 . Februar 2023. Auch darüber hinaus können Anträge gestellt werden.

Wie kann angesucht werden?

Das ausgefüllte Ansuchen mit Stempelmarke und der Projektbeschreibung an die Pec Adresse integration.integrazione@pec.prov.bz.it senden.

Wichtige Informationen zum Download

Beschluss Kriterien zur Förderung des Integrationsprozesses vom 30.12.2022
Formular Ansuchen um Finanzierung Projekte Vereine und Genossenschaften
Formular Projektbeschreibung

Wo erhalte ich mehr Informationen?

Weitere Informationen zu den Förderkriterien von Projekten und Maßnahmen im Bereich Integration bei der Koordinierungsstelle für Integration www.provinz.bz.it/integration, koordinierung-integration@provinz.bz.it oder Tel. 0471 413390.

Die Koordinierungsstelle für Integration finanziert Projekte Südtiroler Gemeinden und Bezirksgemeinschaften, die auf die Sensibilisierung in Bezug auf Migration und Integration abzielen. Außerdem sollen konkrete Integrations- und Inklusionsmaßnahmen, die neue Mitbürger*innen betreffen, gefördert werden. Gemäß Beschluss vom 30.12.2022 1028 "Kriterien zur Förderung des Integrationsprozesses", wurden die Kriterien der Projekte und Maßnahmen, die gefördert werden, neu definiert.

Wer kann um Förderungen ansuchen?

Seit 2023 sind neben Gemeinden und Bezirksgemeinschaften auch Organisationen ohne Gewinnabsicht inkl. der Genossenschaften beitragsberechtigt. Private Organisationen und Genossenschaften ohne Gewinnabsicht erhalten nur dann eine Förderung, wenn das Vorhaben von mindestens einer Gemeinde oder Bezirksgemeischaft explizit unterstützt wird.

Wofür kann angesucht werden?

a) Projekte, Initiativen und Veranstaltungen, die die Integration und Inklusion der neuen Mitbürger*innen in Südtirol fördern und zu einem friedlichen Zusammenleben der Bevölkerung beitragen.

b) Maßnahmen zur Förderung der Teilhabe neuer Mitbürger*innen am gesellschaftlichen Leben,

c) Aktionen und Programme, welche die Kooperation und Vernetzung der Gemeinden, Bezirksgemeinschaften und Organisationen im Bereich Integration fördern,

d) Maßnahmen zur Sensibilisierung, Information und Bewusstseinsbildung der Öffentlichkeit,

e) Aus- und Weiterbildung von Multiplikator*innen im Bereich Integration.

Förderkriterien

a) Inhaltliche Bewertungskriterien (max. 50 Punkte):

  1. Förderung der Teilhabe ausländischer Bürger*innen am gesellschaftlichen Leben (max. 10 Punkte)
  2. Förerung des gegenseitigen Kennenlernens (max. 10 Punkte)
  3. Förderung der Kooperation und Vernetzung der Akteure (max. 10 Punkte)
  4. Sensibilisierung der Bevölkerung für das Anliegen der Integration und Inklusion (max. 10 Punkte)

b) Zusatz-Bewertungskriterien (max. 15 Punkte)

  1. Mitfinanzierung von Gemeinden und/oder Bezirksgemeinschaften (max. 5 Punkte)
  2. Einbindung von Migrant*innen in der Planung (max. 5 Punkte)
  3. Innovatives Projekt (max. 5 Punkte)

c) Technische Kriterien/Voraussetzungen (max. 18 Punkte):

  1. Beschreibung des Vorhabens (Ziele, Zielgruppe, Umsetzung) (max. 9 Punkte)
  2. Kostenvoranschlag und Finanzierungsplan (max. 6 Punkte)
  3. Bericht über die in den letzten zwei Jahren durchgeführten Projekte (max. 3 Punkte) - nur für antragstellende Einrichtungen, die in den letzten zwei Jahren Projekte eingereicht haben.

Ein Projekt kann nur dann gefördert werden, wenn es bei einem der inhaltlichen Kriterien laut Buchstabe a) mindestens 7 von 10 möglichen Punkten erreicht udn bei allen technischen Kriterien/Voraussetzungen laut Buchstabe c) mindestens einen Punkt erhält.

Bis wann müssen die Anträge eingereicht werden?

Der technische Abgabetermin der Anträge für die Förderungen ist der 15 . Februar 2023. Auch darüber hinaus können Anträge gestellt werden.

Wie kann angesucht werden?

Das ausgefüllte Ansuchen und die Projektbeschreibung an die Pec Adresse integration.integrazione@pec.prov.bz.it senden.

Wichtige Informationen zum Download

Wo erhalte ich mehr Informationen?

Weitere Informationen zu den Förderkriterien von Projekten und Maßnahmen im Bereich Integration bei der Koordinierungsstelle für Integration www.provinz.bz.it/integration, koordinierung-integration@provinz.bz.it oder Tel. 0471 413390.

Die Integrationsreferenten der Gemeinden haben folgende Aufgaben:
  • Kontakt mit Migranten aufnehmen und ihnen erklären, welche Dienstleistungen von der Stadtverwaltung angeboten werden und welche Rechte und Pflichten alle Bürger und alle Bürgerinnen haben
  • ein Netzwerk zwischen Verbänden, Institutionen und einzelnen Akteuren vor Ort schaffen und diese koordinieren
  • Veranstaltungen und Prozesse auf lokaler Ebene zugunsten der Inklusion zu fördern, auch durch das oben erwähnte Netzwerk
  • der Kommunikation besondere Aufmerksamkeit schenken: sie muss integrativ sein
Hierfür kann dieser Fragebogen als nützliches Arbeitsinstrument eingesetzt werden.

Der Integrationsprozess auf Gemeindeebene kann auch durch die Gründung eines Integrationsbeirates vorangetrieben werden. Hierbei sieht das Landesintegrationsgesetz Nr. 12/2011 vor, dass in den Gemeinden und Bezirksgemeinschaften die Gründung von Beiräten gefördert wird.

Die Integrationsbeiräte fungieren in erster Linie als beratendes Organ und können den verschiedenen Gremien Gutachten, Stellungnahmen und Vorschläge unterbreiten. Außerdem wirken sie vor Ort als Impulsgeber zur Gestaltung der Integration, pflegen die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Verbänden/Vereinen der Dorfgemeinschaft und unterstützen Projekte.

Die Einrichtung eines Beirates erfolgt üblicherweise mittels Gemeinderatsbeschluss. Die Wahl des Beirates und dessen Beziehungen zu den Gemeindegremien werden im Rahmen entsprechender Verordnungen (Satzung bzw. Wahlordnung) geregelt, die wiederum mit Beschluss gefasst werden müssen. Die jeweiligen Gemeindesatzungen bestimmen hierbei die Vorgangsweise. Der Beirat kann zudem durch eine Geschäftsordnung geregelt werden, welche die vorgenannte Satzung ergänzen kann, jedoch den darin enthaltenen Bestimmungen nicht widersprechen darf.

In Südtirol gibt es zur Zeit folgende Beiräte:

Beirat der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger - Bozen

Beirat für Integration und Migration - Meran

Beirat für Integration und Migration - Bruneck

Beirat für Integration und Inklusion - St. Lorenzen: "Gemeinsam Zukunft gestalten - Aktionsplan für Integration, Inklusion und Migration", "Geschäftsordnung des Beirates für Integration und Inklusion"

Einwanderungsbeirat - Olang

Integrationsbeirat Gröden: das Projekt "Living in Val Gardena"

Weitere nützliche Informationen für die Gemeinden:

Die Koordinierungsstelle für Integration unterstützt Integrationsprozesse auf lokaler Ebene durch:

  • Beratungstätigkeiten
  • spezifische Leitfäden
  • die Gewährung von Zuschüssen für spezifische Projekte
  • die Durchführung von Studien und Forschungsarbeiten zum Verständnis der Entwicklung von Integrations- und Eingliederungspolitiken auf kommunaler Ebene. Die jüngste Studie "Vielfalt in den Gemeinden: Ein Überblick über Integrations- und Inklusionspolitiken auf Gemeindeebene", die in Zusammenarbeit mit Eurac Research durchgeführt wurde, ist im Abschnitt "Veröffentlichungen" zu finden.