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Humanitäre Hilfe

Bei Naturkatastrophen, Krisensituationen, Hungersnöten und in instabilen Post-Konflikt-Gebieten schreitet das Land Südtirol mit schneller Hilfe ein.

Zu den Ländern, in denen Südtirol humanitäre Hilfe geleistet hat, gehören Bosnien und Herzegowina, Kosovo, die Tsunami-Gebiete in Indonesien, Indien und Sri Lanka, Palästina, das Horn von Afrika und andere betroffene Gebiete in Afrika. Ziel ist es, den Katastrophenopfern schnell Hilfe zu leisten, dadurch Leben zu retten und zu schützen, die Not zu lindern und die Betroffenen soweit zu unterstützen, dass sie ihre Integrität und Würde bewahren können. Konkrete Beispiele für humanitäre Hilfe sind die Bereitstellung von Zelten, Decken und anderen lebensnotwendigen Gütern wie Medikamente, Nahrungsmittel und medizinische Geräte.

Die Mittel für diese Einsätze werden auf Antrag des Landesshauptmannes vom Reservefond des Landeshaushalts bereitgestellt. Im Vorfeld wird das Außenministerium über die geplanten Notstandsprojekte informiert. Die geförderten Projekte werden im Allgemeinen von UN-Organisationen wie z.B. dem UNO-Welternährungsprogramm oder dem Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) oder dem Roten Kreuz durchgeführt. Dabei wird in den Krisenregionen mit Nichtregierungsorganisationen und Partnern vor Ort, die über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten und über eine Einsatzerlaubnis verfügen, eng zusammengearbeitet.

Konfliktvorbeugung

Die Entwicklungszusammenarbeit kann dazu beitragen, Konflikte zu verhindern: Armutsbekämpfung, Schutz der sprachlichen und kulturellen Minderheiten, Bildungsförderung, Kampf gegen Diskriminierung und Ungerechtigkeit, die Stärkung der Rolle der Frau usw., können dazu beitragen, das Konfliktpotenzial zu reduzieren, Vorurteile zu entkräften und neue Perspektiven aufzuzeigen. In der Südtiroler Entwicklungszusammenarbeit gibt es bereits einige gute Beispiele dieser Vorgangsweise, wie etwa der Einsatz in Bosnien und Herzegowina, im Kosovo, in Afghanistan, in Nord-Uganda sowie auch in anderen Ländern.