Hauptinhalt
Sommerjobs
Kurz zum Thema
Informationen und Tipps zu einem nicht einfachen Thema. Dieser Text ist nicht vollständig, weil es gar nicht so einfach war, alle Informationen zu erhalten. Wir laden Jugendliche und Fachleute ein, uns zu helfen, die nötigen Ergänzungen bzw. Korrekturen einzuarbeiten.
Außerdem bitten wir Jugendliche, die in diesem Sommer einen „job“ getan haben, uns von ihren Erfahrungen zu berichten. In Form eines kurzen Statements oder durch kurze Antworten auf diese Fragen:
- Wie hast Du deinen Sommerjob gefunden?
- Welche Erfahrungen hast Du gemacht?
- Welchen Rat kannst du Jugendlichen geben?
- Was war die größte Schwierigkeit, die du wie bewältigt hast?
Danke für die Mithilfe, diese Jugendinformation zu verbessern.
Sommerjobs – It’s your time
Es gibt viele gute Gründe in den Ferien zu arbeiten. Aber schon die Suche nach dem richtigen Ferienjob kann harte Arbeit sein.
Hier findest du Infos zu den verschiedenen Möglichkeiten im Sommer zu arbeiten, Tipps zur Bewerbung, rechtliche Informationen und nicht zuletzt Tipps wie und wo du einen Job finden kannst.
Inhalt
Unterschiede
- Ferialvertrag
- Praktikum
- befristeter Arbeitsvertrag
- geringfügige freie Mitarbeit
Jobsuche
- Tipps
- Jobs im Ausland
- Freiwilligendienst
- Sprachferien
Bewerbung
- Anschreiben
- Anlagen
- Lebenslauf
- Bewerbungsgespräch
Verträge
- Rechte und Pflichten
- Was tun bei Problemen
Glossar
Vorbereitungen
Natürlich solltest du dir im Vorfeld überlegen, wie lange du arbeiten willst, wie flexibel deine Urlaubswünsche sind und wo du arbeiten willst.
Welchen Sommerjob möchte ich ausüben?
Über diese Frage solltest du dir im Vorfeld Gedanken machen, dann wird die Suche nach einem geeigneten Sommerjob leichter. Wenn du genau weißt, was du möchtest, bist du deinem Ziel schon einen Schritt näher.
Wo liegen meine Fähigkeiten und Stärken?
Überlege dir, wo du deine Stärken und Fähigkeiten siehst und was du deinem potentiellen Arbeitgeber anbieten könntest. Deine Stärken zu kennen, das kann dir im Bewerbungsgespräch einige Vorteile einbringen. Denn bist du überzeugt von dir, wirst du auch im Bewerbungsgespräch überzeugen können. Natürlich bringt es aber nichts zu übertreiben, denn deine Angaben müssen immer der Wahrheit und einer realistischen Einschätzung entsprechen.
Ab wann sollte ich mich auf die Suche nach einem Sommerjob machen?
Je früher desto besser. Denn die guten Jobs sind schnell weg.
Unterschiede
Ferialvertrag
Einen Ferialvertrag kannst du unterschreiben, wenn du das 16. Lebensjahr vollendet und die erste Klasse einer Oberschule besucht hast. Einen Ferialvertrag können auch Studierende unterschreiben. Der Ferialvertrag ist ein befristeter Arbeitsvertrag, d.h. du klärst mit deinem Arbeitgeber bis wann du angestellt bist.
Du hast Anrecht auf einen verminderten Lohn, dessen Höhe von deinem Arbeitssektor abhängt. Der Ferialvertrag ermöglicht dir, die in der Schule erworbenen Kenntnisse praktisch umzusetzen.
Du bist mit einem Ferialvertrag kranken-, unfall- und rentenversichert.
Der große Unterschied zum befristeten Arbeitsvertrag besteht in der Dauer: Der Ferialvertrag hat eine Dauer von mindestens 6 Wochen (1 ½ Monate) und höchstes 14 Wochen (3 ½ Monate).
Praktikum
Den Schwerpunkt beim Praktikum bildet die Ausbildung am Arbeitsplatz, die Arbeitsleistung steht dabei im Hintergrund. Beim Praktikum handelt es sich um kein Arbeitsverhältnis. Zielgruppe sind Schüler/innen und Studentinnen/Studenten sowie Schul- und Universitätsabsolventinnen/Universitätsabsolventen, die die Ausbildung vor nicht mehr als 12 Monaten (Schule), bzw. 18 Monaten (Universität) abgeschlossen haben.
Voraussetzung ist, dass du mindestens 15 Jahre alt bist. Es ist nicht möglich während des Sommers ein Ausbildungs- und Orientierungspraktikum durchzuführen, wenn:
- du in der Vergangenheit ein Arbeitsverhältnis mit gleichartigen Aufgaben, auch mit einem anderen Betrieb, abgeschlossen hast oder
- du bereits Praktika in den Sommermonaten von einer Gesamtdauer von mehr als 6 Monaten geleistet hast.
Bei einem Praktikum-Vertrag über die Sommermonate kann zwischen dem Betrieb und dir ein monatliches Taschengeld festgelegt werden; üblicherweise liegt es zwischen 400- 600 Euro. Der Betrag des monatlichen Taschengeldes und andere eventuell vereinbarte Begünstigungen (Mensa, Transportmittel) müssen ausdrücklich im Vertrag angeführt werden.
Ein Ausbildungs- und Orientierungspraktikum dauert mindestens 2 Wochen und maximal 3 Monate für Oberschüler/innen, Berufsschüler/innen, Absolventinnen/Absolventen eines Lehrganges nach der Matura, wobei das Praktikum auch innerhalb von 12 Monaten nach Beendigung der Ausbildung starten kann. Wenn du studierst dann beträgt die Höchstdauer eines Praktikums 6 Monate, das gilt für Universitätsstudentinnen/Universitätsstudenten, Absolventinnen/Absolventen universitärerDiplomstudien, Absolventinnen/Absolventen von Forschungsdoktoraten und Absolventinnen/Absolventen vonpostuniversitären Fortbildungskursen, wobei das Praktikum auch innerhalb von 18 Monaten nach Beendigung des Studiums starten kann.
Die Praktikumsdauer kann auf eine begründete Anfrage des Betriebes hin auf ausnahmsweise 4 bzw. 12 Monate verlängert werden.
Und noch etwas: Der Betrieb, der dir das Praktikum ermöglicht, muss dich gegen Unfälle beim INAIL versichern und für eine ordnungsgemäße Abdeckung der zivilrechtlichen Haftung von dir gegenüber Dritten durch eine Haftpflichtversicherung sorgen. Solltest du minderjährig sein, muss das Abkommen auch vom/von der Erziehungsberechtigten mit unterzeichnet werden.
Befristeter Arbeitsvertrag
Wenn du das 16. Lebensjahr erreicht hast, nicht älter als 25 bist und die in der Schule erworbenen theoretischen Kenntnisse in der Arbeitswelt umsetzen oder aber einfach Arbeitserfahrung sammeln möchtest, dann kannst du auch einen befristeten Arbeitsvertrag über die Sommermonate abschließen. Das heißt du klärst mit deinem Arbeitgeber, bis wann du angestellt bist.
Im Gegensatz zum Ferialvertrag hast du dabei Anrecht auf die volle kollektivvertraglich festgelegte Entlohnung. Es werden für dich Sozialbeiträge eingezahlt und es besteht keine Höchstaltersbeschränkung.
Geringfügige freie Mitarbeit
Diese Form der Beschäftigung sieht ein Abrechnungssystem in Form von Wertgutscheinen (sog. Voucher) vor. In der Praxis gibt es hauptsächlich Vouchers zu 10 und 50 Euro. Die Wertscheine kannst du bei der staatlichen Postverwaltung in Geld eintauschen, wobei aber nicht der volle aufgedruckte Wert ausbezahlt wird, sondern ein Teil (25 Prozent) als Sozialbeitrag für INPS und INAIL zurückbehalten und an diese Anstalten überwiesen wird. Wieviel Lohn in Form von Wertgutscheinen du erhältst, bestimmt dein Arbeitgeber, es gibt keine kollektivvertraglichen Regelungen. Dementsprechend gibt es für dich auch keine Zusatzentlohnungen wie 13. Monatsgehalt oder Abfertigung, aber auch kein Krankengeld.
Eine geringfügige freie Mitarbeit ist in der Landwirtschaft möglich, aber auch in folgenden Bereichen: Hausarbeiten, Gartenarbeiten, Reinigungsarbeiten von Gebäuden, Straßen, Parks und Monumenten, private Nachhilfeunterricht, Sportveranstaltungen, kulturelle oder gemeinnützige Veranstaltungen, Arbeiten im Bereich der solidarischen Hilfe und in Notstandssituationen, Arbeiten von Studenten unter 25 Jahren während der Ferienzeit, Haustürverkäufe und Straßenverkauf von Tageszeitungen und periodischen Zeitschriften. Die geringfügige freie Mitarbeit kann auch von Unternehmen in Anspruch genommen werden.
Interessant: Du kannst dich mit dieser Beschäftigungsform auch anstellen lassen, wenn du ein Teilzeitarbeitsverhältnis hast und gleichzeitig bei einem zweiten Auftraggeber (also nicht dem Arbeitgeber mit welchem das Teilzeitarbeitsverhältnis besteht) geringfügige Arbeiten verrichtest. Als geringfügig gilt die gesetzlich definierte Obergrenze von 5.000 Euro netto auf Jahresbasis je Auftraggeber.
Jobsuche
Die Suche nach Arbeit hat begonnen! Am besten du nutzt dazu alle Möglichkeiten, die es gibt und die du hast. Sprich auch dein Umfeld auf dein Vorhaben an, denn manchmal kommt ein Tipp ganz unerwartet von einem Bekannten.
Tipps
- Schau dich im Internet um. So z.B. unter www.provinz.bz.it/arbeitsboerse. Dort kannst du auch ein Stellengesuch aufgeben.
- Beachte die Stellenzeigen in den Zeitungen und Zeitschriften
- Du kannst auch ein Stellengesuch in der Zeitung aufgeben.
- Bereite alle Dokumente und Unterlagen gewissenhaft vor, damit du sie immer abrufbereit hast. Achte darauf, dass die Unterlagen immer aktuell sind. Bei Jobs ist es oft wichtig, schnell zu reagieren und sich auf ein Angebot gleich zu melden. Überleg also nicht zu lange.
- Frage in der Nachbarschaft nach, vielleicht hat ja jemand von einem Job gehört.
- Auch das Gemeindeblatt veröffentlicht öfter mal ein Job- Angebot.
- Du kannst dich auch initiativ bewerben. Such dir einfach ein paar Unternehmen raus, die dich interessieren und frag nach, ob sie Sommerjobs zu vergeben haben. Wichtig ist dabei immer freundlich zu bleiben und nicht aufdringlich zu sein. Versuche immer einen persönlichen Ansprechpartner zu haben und vermeide in der Anschrift Floskeln wie „Sehr geehrte Damen und Herren“.
Jobben im Ausland
Der Sommer ist natürlich bestens dafür geeignet Auslandserfahrungen zu sammeln. Bevor du einen Job im Ausland annimmst, solltest du dich gründlich darüber informieren. Du solltest dir Fragen stellen wie: Wer ist mein Arbeitgeber? Wo genau werde ich leben? Gibt es Resonanzen von anderen Jugendlichen? Welchen Vertrag erhalte ich usw.
Dank Internet kannst du dich online über mögliche seriöse Job- Angebote und die rechtliche Lage im In- und Ausland informieren. Wenn du in Nord-/Ost-, Südirol und Graubünden einen Sommerjob suchst, kannst du die Homepage www.eures-transtirolia.eu besuchen. Dort findest du entsprechende Jobangebote.
Interessante Links für Jobangebote und rechtliche Infos im In- und Ausland:
- www.ferialjob.at (Ferialjobs in Österreich)
- www.kontaktanzeiger.at/myjob (Ferialjobs in Österreich)
- www.seasonworkers.com (weltweite Ferialjobs)
- www.summerjobs.com (internationale Sommerjobbörse)
- www.seasonalwork.dk (Saisonjobs in Dänemark)
- www.hoteljob-international.de (Stellenangebote in Hotels in Deutschland)
- www.gardaland.it (Stellenangebote für Unterhaltungspark Gardaland)
- www.sommarjobb.se (Ferialjobs in Schweden)
- www.legoland.co.uk (Themenpark Legoland in Windsor/Großbritannien)
- www.anpe.fr (Stellen in Frankreich)
- www.anyworkanywhere.com (Jobs und Ferialjobs weltweit)
- www.treffpunkt-arbeit.ch (Stellenangebote in der Schweiz)
- www.campstaff.com (Arbeiten in US- Sommercamps)
- www.praktikum-service.de (Praktikum und Sprachreisen in Deutschland)
- www.resortjobs.com (weltweite Jobs auf Schiffen, Camps... )
- www.ferienjob.com (Vermittlungsagentur für Ferienjobs in Deutschland)
- www.tui-service.com (Animation im Ausland)
- www.eures-jobs.org (Internationale Job-Börse)
- www.streetlife2005.it (Animationsfi rma in Florenz/Italien)
- www.trabajos.com (Stellenangebote in Spanien)
- www.inem.es (Arbeitsmarktverwaltung Spanien)
- www.oaed.gr (Arbeitsmarktverwaltung Griechenland)
- www.jobdata.gr (Jobbörse Griechenland)
- www.jobcenteronline.com (Job Center in Großbritannien)
- www.agencycentral.co.uk (Jobs in Großbritannien)
- www.ec.europa.eu/eures (Stellenangebote in der EU)
- www.hotelverband.at (Hotelverband Österreich)
- www.europa.eu.int/comm/stages (Praktika bei der Europäischen Union für Studierende und junge Akademiker/innen)
- www.venetolavoro.it (Stellenangebote im Veneto)
- www.aligurialavoro.it (Stellenangebote in Ligurien)
- www.rete.toscana.it/sett/lavoro (Stellenangebote in der Toskana)
- http://online.regione.emilia-romagna.it stagionali (Stellenangebote in der Emilia-Romagna)
- www.regione.sicilia.it (Stellenangebote in Sizilien)
- www.silsardegna.it (Stellenangebote in Sardinien)
Freiwilligendienst
Es gibt auch die Möglichkeit freiwillig im Sommer zu arbeiten, für eine gute Sache. Hier ein paar interessante Links:
- www.travelworks.de (Freiwilligenarbeit weltweit)
- www.fsj.at (Freiwillige Sommereinsätze in Österreich)
- www.akzente.net (Europäischer Freiwilligendienst)
- www.bergbauernhilfe.it (Freiwillige Arbeitseinsätze in Südtirol)
- www.horizont3000.at (Arbeitseinsätze in Entwicklungsländern)
- www.afs.at (Schüler- Austauschprogramme weltweit)
Sprachferien
Auch Sprachferien sind im Sommer sehr gefragt. Dabei kannst du nicht nur neue Länder und Menschen kennenlernen, sondern durch die Verwendung einer anderen Sprache im Alltag diese Sprache gezielt lernen. Wunder darf man freilich keine erwarten. Im Rahmen der Sprachferien besuchst du meist auch Sprachkurse. Angeboten werden Kurse mit 15, 20, 25 und - intensiv - 30 Unterrichtsstunden à 45 bis 60 Minuten pro Woche. Gewohnt wird meist bei Gastfamilien.
Tipps für deine Sprachferien:
- Unterschreibe keinen Vertrag voreilig, sondern schaue dir das Angebot in Ruhe an und vergleicht es (beispielsweise online)
- Besorge dir die genaue Anschrift der Unterrichtsstätte
- Erkundige dich, wie viele Schüler mit in der Klasse sitzen und welcher Nationalität sie angehören.
- Wie viele Unterrichtsstunden umfasst der Sprachkurs?
- Wie lange dauert eine Unterrichtsstunde?
- Entstehen Extrakosten für Lehrmaterial, usw.?
- Ist ein Freizeitprogramm vorgesehen und im Preis inbegriffen?
- Ist volle Verpflegung im Preis enthalten?
- Welche Ausbildung haben die Lehrpersonen? Welche Muttersprache?
- Wie viel Taschengeld ist notwendig?
- Wo wird gewohnt? Wie weit ist der Weg zur Unterrichtsstätte?
Sollte wirklich etwas schiefgehen, dann gilt wie für jede Reise: Schnelle Abhilfe vor Ort von der zuständigen Reiseleitung verlangen und gegebenenfalls bis spätestens 10 Tage nach Rückkehr schriftlich reklamieren. Weitere Infos gibt es bei der Südtiroler Verbraucherzentrale: www.consumer.bz.it.
Wer bietet Sprachferien an?
Das sind meist Reisebüros oder Agenturen. Es gibt aber auch den einen oder anderen Verein, der Sprachferien anbietet. Gut zu wissen: Sprachferien werden vom Land finanziell unterstützt! Mehr dazu: www.provinz.bz.it/kulturabteilung/weiterbildung/sprachen-foerderung.asp.
Hier eine kleine Auswahl von heimischen Anbietern von Sprachferien im In- und Ausland:
alpha beta piccadilly
Sandplatz 2
39012 MERAN
Tel. 0473 210650
E-Mail: info@alphabeta.it
Internet: www.alphabeta.it
CLS - Sprachen
Romstraße 9B
39100 BOZEN
Tel. 0471 288003
E-Mail: cls.lingue@cls-bz.it
Internet: www.cls-bz.it
I.C.E.E.F. - Istituto Europeo di Cultura e Formazione
Leonardo-da-Vinci-Straße 22
39100 BOZEN
Tel. 0471 981252
E-Mail: info@iceef.it
Internet: www.iceef.it
KVW Reisen GmbH
Pfarrplatz 31
39100 BOZEN
Tel. 0471 300213
E-Mail: sprachferien@kvw.org
Internet: www.kvw.org
Mundolengua Genossenschaft m.b.H.
Bindergasse 30 Haus ASGB
39100 Bozen
Tel. 0471 1921784
Tel. 340 7335154
E-Mail: info@mundolengua.com
Internet: www.abenteuer-sprache.com
Studien- und Forschungszentrum "A. Palladio"
Florenzstraße 51
39100 BOZEN
Tel. 0471 933108
E-Mail: palladio@upad.it
Internet: www.upad.it/palladio
Kulturverein cambiovacanze - Sprachferien
Talfergasse 1a
39100 BOZEN
Tel. 0471 978600
Öffnungszeiten:
- Di 10-12 Uhr, 16-18 Uhr
- Do 10-12 Uhr
- Fr 10-12 Uhr
im Sommer:
- Di 10-12 Uhr
- Do 10-12 Uhr
Bewerbung
Von deiner Bewerbung hängt es ab, ob du zu ein Bewerbungsgespräch eingeladen wirst oder nicht. Aber auch wenn du nicht eingeladen wirst, muss das nicht immer etwas über deine Bewerbung aussagen. Es ist einfach so, dass Unternehmen meist sehr viele Bewerbungen erhalten und gar nicht alle behandeln können. Also nimm eine Absage nicht zu persönlich.
Zu einer korrekten Bewerbung gehören:
- Anschreiben
- Anlagen (Zeugnisse in Kopien, Bestätigungen über bereits getätigte Praktikas)
- Lebenslauf
Anschreiben
Achte darauf, dass deine Bewerbungsunterlagen ein einheitliches Erscheinungsbild haben. Und wie du von der Werbung weißt: Die Aufmachung bringt das Produkt an den Mann oder die Frau! Aber übertreib ‘s nicht, denn oft ist weniger mehr.
Das Anschreiben soll respektvoll und höflich formuliert sein Versuch den Arbeitgeber möglichst persönlich anzuschreiben, zum Beispiel: „Sehr geehrter Herr Mair!“.
Was sollte das Anschreiben beinhalten?
- Ort, Datum
- Deine Adresse: Name, Anschrift, Telefonnr., E-Mail Adresse
- Anschrift des Unternehmens, Name der Ansprechperson (falls bekannt)
- Betreff und Grund des Schreibens
- Schreibe warum du dich bewirbst und wo deine Motivation liegt
- Grußformel
- Unterschrift
- Hinweis auf Anlagen
Anlagen
Als Anlagen kannst bzw. solltest du Nachweise von Praktika, Kopien deiner Zeugnisse, Zertifikate von Weiterbildungen und Ähnliches beifügen.
Du kannst deine Bewerbung entweder per Post oder auch per Mail verschicken. Lege dir dafür evtl. bei einem Gratisanbieter eine Mail Adresse mit deinem Vornamen und Nachnamen an, denn Mail Adressen wie "Tom_Partytiger@hotmail.it" kommen nicht so gut an. Bei der E-Mail Bewerbung solltest du deinen Lebenslauf und die anderen Unterlagen als PDF anhängen.
Lebenslauf
Der Lebenslauf sollte chronologisch aufgebaut sein. Bei beruflichen Erfahrungen schreibst du am besten das Aktuellste zuerst. Bei der Schule machst du es genau umgekehrt. Dann noch das aktuelle Datum und deine Unterschrift drauf und fertig ist dein Lebenslauf.
Wir empfehlen dir als Vorlage den Europass Lebenslauf, der einer einheitlichen europäischen Struktur, die in allen Mitgliedsstaaten verwendet und verstanden wird, entspricht. (www.provinz.bz.it/arbeit/Jobsuche/muster-lebenslauf.asp)
Vorlagen für Lebensläufe findest du auch in den Programmen von Microsoft Office, Apple usw.
Wie soll der Lebenslauf sein?
- übersichtlich und sachlich,
- nicht zu lang (max. 2-3 Seiten),
- gut und leicht lesbar,
- ein aktuelles Foto (kein Urlaubsfoto oder Schnappschuss) beinhalten.
Wie stelle ich den Lebenslauf als Baustein grafisch dar?
- Überschrift,
- Passfoto,
- Persönliche Daten mit Kontaktdaten,
- Ausbildungsdaten,
- Kenntnisse,
- Interessen, Hobbys, ehrenamtliche Tätigkeit.
Bewerbungsgespräch
Wenn der Arbeitgeber Interesse daran hat dich besser kennen zu lernen und er findet, dass du für eine Mitarbeit im Betrieb geeignet sein könntest, dann wird er dich kontaktieren, um dich zum Bewerbungsgespräch einzuladen.
Versuche beim Gespräch natürlich zu bleiben. Es gibt keinen Grund zur Panik. Vorab solltest du dich ausreichend über das Unternehmen informieren. Die Firmenwebseite enthält meist einige Informationen, die dir im Gespräch weiterhelfen können. Denn damit zeigst du Interesse und dass du vorbereitet bist. Das hinterlässt einen guten Eindruck.
Beim Bewerbungsgespräch solltest du darauf achten, dass,
- dein Handy ausgeschaltet ist,
- du nicht drauf los plapperst, sondern auch zuhörst und gut durchdachte Fragen stellst,
- du ein gepflegtes Äußeres hast,
- du keine Kaugummi kaust.
Verträge
Rechte und Pflichten
Sobald du in einem Arbeitsverhältnis bist, hast du natürlich auch Pflichten. Diese Pflichten sind in einem Vertrag festgehalten, den du bevor du ihn unterschreibst, stets genau durchlesen solltest. Denn oft gilt eben: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Im Vertrag stehen aber auch deine Rechte, wie z.B. dein Anspruch auf Urlaub. Das kann bei einem Sommerjob natürlich begrenzt sein, da der Urlaub von mehreren Faktoren abhängt. Wichtig ist, dass du abgesichert bist mit allem was dazu gehört: Sozialleistungen, Krankenversicherung usw.
Falls dir im Vertrag etwas unklar sein sollte, ist es dein gutes Recht immer nachzufragen. Und das solltest du auch unbedingt machen, denn Unklarheiten sollten unbedingt im Vorfeld abgeklärt werden.
Das sollte in deinem Arbeitsvertrag stehen:
- Art der Tätigkeit und entsprechende Einstufung,
- Dauer der Anstellung,
- Arbeitszeiten,
- Sozialversicherung,
- Gehalt,
- evtl. Probezeit.
Probleme mit dem Sommerjob?
Kommt es bei deinem Sommerjob zu einem Problem (der Arbeitgeber zahlt dir nicht das versprochene Gehalt, gibt dir nicht den versprochenen freien Tag oder behandelt dich schlecht), dann nimm es nicht stillschweigend zur Kenntnis! Sprich darüber.
Am besten du sprichst:
- deinen Arbeitgeber darauf an
- eine Eltern
- Fachleute, schließlich hast auch du gewisse Rechte!
Als Fachleute empfehlen wir dir:
- ASGB: info@asgb.org, www.asgb.org
- SGB: info@sgbcisl.it, www.sgbcisl.it
- SGK: uilbz@uilaltoadige.it, www.uilaltoadige.it
- AGB: altoadige@cgil-agb.it, www.cgil-agb.it
- KVW Patronat: patronat@kvw.org, www.kvw.org
- Jugenddienste: agjd@jugenddienst.it, www.jugenddienst.it
- Jugendtreffs + Jugendzentren: info@netz.bz.it, www.netz.bz.it
- Arbeitsservice der Provinz Bozen:
Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen
Tel. 0471 418600-02
E-Mail: as@provinz.bz.it
Internet: www.provinz.bz.it/arbeit
Glossar
- INPS: Das „Istituto Nazionale per la Previdenza Sociale (INPS)“ ist für deine Altersrente zuständig. Der Arbeitgeber muss teilweise bei der INPS für dich einzahlen, damit du später Anrecht auf eine Rente hast. Übersetzt wird das INPS mit NISF.
- NISF: ist die deutsche Übersetzung, Nationales Institut für Soziale Fürsorge, für INPS.
- INPDAP: Ist das Fürsorgeinstitut für Angestellte im öffentlichen Dienst (Land/Gemeinde/Staat)
- INAIL: ist die Nationale Versicherungsanstalt für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten. Wenn du während deines Sommerjobs einen beruflich bedingten Unfall erleidest, wird eine Meldung an das INAIL gemacht. Das Unfallgeld wird vom INAIL gezahlt, umgekehrt müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Beiträge an das INAIL zahlen.
- Arbeitgeber/in: Diese Person gibt dir deinen Sommerjob- ist dein Chef/Chefin
- Arbeitnehmer/in: Das ist der/die Angestellte – also du
- Patronat: Ist Anlaufstelle der Gewerkschaften und des KVW für Angestellte und Arbeiter.
- 730-er: Das 730-er Modell ist eine Steuererklärung. Voraussetzung für dieses vereinfachte Modell ist, dass du angestellt bist – also einen Arbeitgeber hast.
- Mod. CUD: Dieses Dokument bescheinigt deine Einkommen aus lohnabhängigen Tätigkeiten. Das Modell CUD gilt auch als Nachweis für Steuern, die vom Arbeitgeber einbezahlt worden sind.
Impressum
Herausgeberin:
Amt für Jugendarbeit
Andreas-Hofer-Straße 18
39100 BOZEN
Tel. 0471 413370
E-mail: klaus.nothdurfter@provinz.bz.it
Internet: www.provinz.bz.it/jugendarbeit
Redaktion: Thomas Haberer, Christian Bassani, Helga Baumgartner
Juli 2010