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Zivilinvaliden

Das Gesetz definiert als Zivilinvaliden:

  • Bürger im Alter zwischen 18 und 65 Jahren mit Beeinträchtigungen des Gesundheitszustandes, die nicht mehr behoben werden können und die eine deutliche Verminderung oder den vollständigen Verlust der Arbeitsfähigkeit im allgemeinen mit sich bringen
  • Es können auch Bürger unter 18 und über 65 Jahren als Invaliden anerkannt werden, welche invalidisierende Krankheiten aufweisen, wie auch Blinde und Taubstumme.
  • Im Sinne der sozio-sanitären Betreuung und der Zuweisung des Begleitgeldes werden minderjährige oder über 65-jährige Bürger als Invaliden anerkannt, wenn sie permanente Schwierigkeiten haben den Aufgaben und Tätigkeiten ihres Alters nachzugehen.

Ausgenommen sind alle jene Situationen, die bereits als kriegs-, dienst- und/oder arbeitsbedingt anerkannt sind.

Der Antragsteller wird einer Untersuchung durch die Kommission unterzogen, welche vom Dienst für Rechtsmedizin vom Sanitätsbetrieb gegründet worden ist, und der Invaliditätsgrad wird anhand der eingereichten klinischen Dokumentation und aufgrund des bei der Untersuchung festgestellten Gesundheitszustandes beurteilt. Zur Untersuchung kann der Antragsteller (auf eigene Kosten) einen Vertrauensarzt hinzuziehen.

Das Ergebnis der Untersuchung wird dem Antragsteller mittels eingeschriebenem Brief mit Rückantwort an seinen meldeamtlichen Wohnsitz oder an die Einrichtung, wo er untergebracht ist, geschickt. Das Ergebnis wird auch dem Patronat mitgeteilt, an welches sich der Antragsteller gewandt hat.

Nur wenn der Antragsteller vom Arzt als transportunfähig erklärt wird, kann eine Untersuchung zu Hause beantragt werden.

Sollte der Antragsteller vor der Untersuchung versterben, können die Erben eine Fortsetzung des Verfahren beantragen (Anerkennung der Invalidität post mortem). In diesem Fall entscheidet die Ärztekommission anhand der ärztlichen Unterlagen. Aus diesen Unterlagen müssen die Pathologien des Antragstellers sicher und genau hervorgehen.  

Wo muss das Ansuchen eingereicht werden?

  • Gesundheitsbezirk Bozen: Dienst für Rechtsmedizin, Amba Alagi Straße 33 Tel. 0471 90 92 15 - 0471 90 92 16
  • Gesundheitsbezirke Meran, Brixen, Bruneck: Verwaltungsdienste der Gesundheitssprengel

Welches Amt zahlt die Renten aus?

Die Zivilinvalidenrenten werden vom Landesamt für Menschen mit Behinderung und Zivilinvaliden ausgezahlt.

Der Schalter des Amtes für Menschen mit Behinderung und Zivilinvaliden befindet sich im IV. Stock (gegenüber den Aufzügen) des Landhauses 12 in der Kanonikus Michael Gamper Straße Nr. 1 in Bozen.

Wo kann man Rekurs einreichen, falls die Zivinvalidität nicht anerkannt wird?

Sollte das Ansuchen um Zivilinvalidität von dem örtlich zuständigen Gesundheitsbezirk zurückgewiesen werden, kann die interessierte Person, der gesetzliche Vertreter oder der Erbe Rekursantrag bei der ärztlichen Landeskommission für die Feststellung der Zivilinvalidität, Zivilblindheit und Taubstummheit (Amt für Hygiene und öffentliche Gesundheit), mit Sitz in der Kanonikus-Michael-Gamper-Straße Nr. 1, 39100 Bozen, einreichen. 

Klicken Sie auf einen der folgenden Links. Sie gelangen zur entsprechenden Seite im Südtiroler Bürgernetz, dem Portal der Öffentlichen Verwaltung.


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