Mutterschaft, Vaterschaft, Elternzeit

Mutterschutz

Für eine schwangere Arbeitnehmerin gilt vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Erreichen des ersten Lebensjahres des Kindes ein Kündigungsschutz.

 

Vaterschaftsurlaub (congedo papà) bei Geburt eines Kindes

Innerhalb der ersten 5 Lebensmonate des Kindes (auch bei Adoption und Anvertrauung) sind für den Vater 10 Tage obligatorischer Vaterschaftsurlaub vorgesehen. Diese Tage sind voll entlohnt und können getrennt voneinander beansprucht werden.

 

Ruhepausen (Stillstunden)

Wenn eine Mutter vor Vollendung des ersten Lebensjahres des Kindes in ihren Job zurückkehrt, hat sie das Anrecht auf maximal zwei tägliche Ruhepausen („Stillstunden“).

 

Flexibler Mutterschaftsurlaub

Schwangere können bis zum Tag der Geburt des Kindes bei der Arbeit bleiben und somit nach der Geburt die fünf Monate obligatorischen Mutterschaftsurlaub  in  Anspruch nehmen, vorausgesetzt, der Arzt oder die Ärztin bescheinigt, dass diese Wahl die Gesundheit der werdenden Mutter oder des Kindes beeinträchtigt.

 

Elternzeit

Während der ersten 12 Lebensjahre eines Kindes haben sowohl Mutter, als auch Vater (die ein abhängiges Angestelltenverhältnis haben) Anrecht auf die Elternzeit.
Diese beträgt in der Privatwirtschaft insg. 10 Monate.
Mütter dürfen dabei maximal 6 Monate in Anspruch nehmen, Alleinerziehende alle 10 Monate. Wenn der Vater mind. 3 Monate Elternzeit absolviert, steigt das Höchstmaß für ihn auf 7 Monate (die gemeinsame Elternzeit erhöht sich damit auf max. 11 Monate). Die Mitteilung der Beanspruchung der Elternzeit muss mindestens 15 Tage zuvor (falls nicht anders vom Kollektivvertrag vorgesehen) über eine Meldung an das Rentenvorsorgeinstitut INPS (machbar z.B. über das Patronat) erfolgen. Während der Elternzeit ist für insgesamt 6 Monate eine Entlohnung von 30 Prozent vom Ursprungsgehalt garantiert, ebenso werden während dieser Zeit die Rentenbeiträge sowie die Sozialabgaben einbezahlt. Für Selbstständige und Freiberufler gelten andere Regelungen, ebenso wie für Bedienstete der öffentlichen Verwaltung.

Freistellung wegen Krankheit des Kindes

Wenn das Kind krank ist, haben Eltern das Recht, ohne zeitliche Beschränkung der Arbeit fernzubleiben. Dies gilt bis zum 3. Lebensjahr des Kindes, anschließend stehen
Eltern bis zum 8. Lebensjahr je 5 Tage pro Jahr zu. Diese Tage werden nicht entlohnt.

 

Weitere Informationen:

Südtiroler Bürgernetz, Suchbegriff „Mutterschaft,Vaterschaft“
Arbeitsschutz
Patronate bzw. Wirtschaftsberater