FAQ

[Formblätter Beobachtungsstelle]
Wenn es eine Diskrepanz zwischen den Zuschlagsempfängern zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Konvention/Rahmenvereinbarung und den Zuschlagsempfängern zum Zeitpunkt des Beitritts gibt, welche Zuschlagsempfänger sind dann bei der Eingabe des Beitritts im Portal anzugeben?
Bei jedem Beitritt zu einer Rahmenvereinbarung und/oder Konvention ist es zwingend erforderlich, die Zuschlagsempfänger so einzutragen, wie sie in der Rahmenvereinbarung/Konvention angegeben sind, jede Abweichung blockiert unweigerlich die Zusendung der Formblätter der Beobachtungsstelle. Es sollte in der Verantwortung der Vergastelle liegen, welche die Daten der Rahmenvereinbarung übermittelt hat, die Daten des Wirtschaftsteilnehmers, der Bezeichnung und/oder Steuernummer/MwSt. geändert hat, zu aktualisieren, damit die Daten mit den aktuellen Daten übereinstimmen.
Datum: 15.4.2021
[Formblätter Beobachtungsstelle]
Welches sind die Übermittlungsfristen für die Formblätter der Beobachtungsstelle während des epidemiologischen Notstandes aufgrund COVID 19?
Laut ANAC - Beschluss Nr. 268 vom 19.03.2020 sind die Termine, bis auf eine weitere Mitteilung, um 60 Tage verlängert worden. So ist beispielsweise der neue Termin für das Formblatt "Zuschlag" von 30 auf 90 Tage verlängert worden.
Datum: 15.4.2021
[Formblätter Beobachtungsstelle]
Ist für Ausschreibungen der Versorgungssektoren (Sondersektoren), die ab dem 01.01.2020 veröffentlicht werden, ein vollständiges Monitoring verpflichtend?
Ab 01.01.2020 gelten in Bezug auf die Datenübermittlung, für die Versorgungssektoren (Sondersektoren) dieselben Regeln wie für die ordentlichen Sektoren. Für Ausschreibungen, die vor diesem Datum veröffentlicht wurden, ist das Ausfüllen der ordentlichen Formblätter nicht möglich.
Datum: 12.4.2021
[Formblätter Beobachtungsstelle]
Wie verhält man sich bei einem Vertrag mit einem Betrag unter 40.000 €, welcher eine Erneuerung vorsieht? Wird ein Smart-CIG für den Ausschreibungsbetrag angefordert und dann bei der Erneuerung ein zweiter Smart-CIG für den zusätzlichen Teil? Werden zwei "ordentliche" CIG beantragt, auch wenn der Betrag unter 40.000 € ist?
In Anbetracht der Tatsache, dass die Gesetzesverordnung 50/2016 keine ausdrückliche Option der Erneuerung vorsieht, sondern eine Reihe von Situationen, die unter dem Begriff "Vertragsänderungen" (Art. 106) aufgezählt werden, wann immer eine Vertragsänderung unter Einhaltung der in Art. 106 vorgesehenen Grenzen und Bedingungen erforderlich ist, ist es nicht notwendig, einen neuen CIG anzufordern, sondern das neue Formblatt "Vertragliche Änderungen" zu verwenden, den entsprechenden Grund auszuwählen und die Datenübermittlung über den ursprünglichen CIG fortzusetzen.  Ausgehend von der Überlegung, dass auch die Erneuerung in den Ausschreibungsunterlagen vorgesehen sein muss und als eine Art Vertragsänderung erhoben wird, ist, wenn die Gesamtsumme des Vertrages inklusive Optionen unter dem Schwellenwert von 40.000 € bleibt,  ein Smart-CIG  anzufordern, ohne dass diesbezüglich weitere Mitteilungen gemacht werden. Wird statt eines Smart-CIG ein "ordentlicher" CIG angefordert, obwohl der Betrag unter 40.000 € liegt, kann die Mitteilung mit dem Formblatt "Vertragliche Änderung" erfolgen, allerdings freiwillig. Für Beträge, die gleich oder größer als 40.000 € sind, ist es notwendig, einen "ordentlichen" CIG anzufordern.
Datum: 12.4.2021
[Allgemeine Fragen und Verschiedenes]

 Können zwei (oder mehr) Körperschaften eine Vereinbarung, welche die Ausarbeitung einer einzigen Ausschreibung und nachrangig den Abschluss von zwei (oder mehr) einzelnen Verträgen mit der jeweiligen getrennten Buchführung abschließen? 


Ja, wenn die von zwei oder mehr Körperschaften auszuschreibende Arbeiten im gleichen Aushub liegen und untrennbar sind, sodass eine getrennte Ausführung zu einer Verdoppelung der Kosten und bedeutende Schwierigkeiten in der Logistik sowie in der Baustelleneinrichtung zur Folge hätte.
Die zwei (oder mehr) Körperschaften müssen zwecks Ausarbeitung einer gemeinsamen Ausschreibung – d.h. mit einem einzigen Ausschreibungsbetrag, entsprechender SOA und einem einzigen Zuschlagsempfänger -  im Vorfeld eine Vereinbarung zur Bestimmung der Verhältnisse zwischen ihnen abschließen. Nachrangig kann der Abschluss von zwei einzelnen Verträgen mit der jeweiligen getrennten Buchführung erfolgen. Es kann nur einen einzigen EVV geben. Im Zuge der Umsetzung der Vereinbarung kann ein CIG “padre” eingeholt werden und sobald der Abschluss der einzelnen Verträge erfolgt, können zwei CIG “figli” eingeholt werden.
Der Projektant muss bereits im Anhang C1 die Kosten zwischen den verschiedenen Körperschaften aufteilen.

 

http://www.provinz.bz.it/arbeit-wirtschaft/ausschreibungen/news.asp?news_action=4&news_article_id=654800 

 


Datum: 13.4.2021
[Allgemeine Fragen und Verschiedenes]

Findet in den Fällen, in denen die vorläufige Sicherheit gemäß Art. 16 des Landesgesetzes Nr. 3 vom 16. April 2020, wie mit Landesgesetz Nr. 1 vom 11. Jänner 2021 abgeändert, verlangt wird,  Art. 27, Absatz 12 des Landesgesetzes 17. Dezember 2015, Nr. 16 hinsichtlich der Befreiung von der Leistung der vorläufigen Sicherheit (und von ihrer eventuellen Erneuerung) für den Fall, dass der Wirtschaftsteilnehmer eine Zertifizierung des Qualitätsmanage­mentsystems nach den europäischen Normen der Serie UNI CEI ISO 9000 vorweisen kann, Anwendung? 

Ja, auch im Geltungszeitraum der vorübergehenden Regelung gemäß Art. 16 des Landesgesetzes Nr. 3 vom 16. April 2020, wie mit Landesgesetz Nr. 1 vom 11. Jänner 2021 abgeändert, wird für den Fall, dass im Ausschreibungsverfahren die Leistung einer vorläufigen Sicherheit vorgesehen werden muss, die Regelung hinsichtlich der Befreiung von der Leistung der vorläufigen Sicherheit angewandt, wenn der Wirtschaftsteilnehmer eine Zertifizierung des Qualitätsmanage­mentsystems nach den europäischen Normen der Serie UNI CEI ISO 9000 vorweisen kann.

Datum: 26.2.2021
[EVV-Verzeichnis und Verzeichnis qualifizierter Vergabestellen]
Erkennt die AOV die Gültigkeit von Kursen an, die innerhalb der Körperschaften zwecks Verpflichtungen zur kontinuierlichen Weiterbildung der EVV durchgeführt wurden?
In Bezug auf die kontinuierliche Weiterbildung gibt es keine Präjudize darüber, wo der Kurs stattfindet und wer ihn durchführt, ob es sich um einen internen Kurs der Körperschaft oder einen externen Berater handelt.
Im Falle eines Audits, bei dem die Qualifikationen der einzelnen EVV überprüft werden, muss jedoch nachgewiesen werden, dass der Kurs die vorgesehenen Themen behandelt hat und von einem kompetenten Referenten durchgeführt worden ist.
Sofern sich also der durchgeführte Kurs auf die von der AOV bestimmten Themen bezieht und die Kompetenz des Referenten nachgewiesen werden kann, wird in der Prüfungsphase durch die die AOV die Gültigkeit des Kurses selbst im Hinblick auf die Bestimmungen des Beschlusses Nr. 850 vom 22.10.2019 anerkannt.
Datum: 18.11.2020
[EVV-Verzeichnis und Verzeichnis qualifizierter Vergabestellen]
Überprüft die AOV die Gültigkeit der von den Anbietern in diesem Bereich oder von anderen Einrichtungen angebotenen Kurse zwecks ständiger Weiterbildung der EVV?

Die AOV bewertet laut Beschluss der Landesregierung Nr. 850 vom 22.10.2019 weder im Voraus den Inhalt der von den Anbietern vorgeschlagenen Kurse, noch stellt sie diesbezügliche Bescheinigungen in Bezug auf die Zuteilung von Bildungsguthaben aus.
Ausschließlich in der Kontrollphase der von den Vergabestellen durchgeführten Verfahren wird auch die Eintragung des EVV in das entsprechende Register und die Bedingungen für seine Eintragung und dessen Verbleib auf der Grundlage der im obgenannten Beschluss bestimmten Elemente überprüft.

 Die gültigen Themenbereiche der ständigen Weiterbildung zwecks Anerkennung können Sie unter nachfolgendem Link abrufen:

 http://www.provinz.bz.it/arbeit-wirtschaft/ausschreibungen/Jahresprogramm-für-Weiterbildung.asp

Datum: 18.11.2020
[EVV-Verzeichnis und Verzeichnis qualifizierter Vergabestellen]
Ab welchem Datum werden die Jahre an kontinuierlicher Berufserfahrung zwecks Einschreibung des EVV berücksichtigt?
Das Datum, ab welchem sich die Erfahrung des EVV beziehen muss, um zu bestimmen, ob er sich als „Effektiver“ (mindestens drei Jahre kontinuierlicher Berufserfahrung in der Funktion) oder „Provisorischer“ EVV eintragen lassen kann, ist das Inkrafttreten des Qualifikationssystems für Vergabestellen in der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol, d.h. der 01.01.2020, gemäß Art. 3 der Bestimmungen zur Qualifikation der Vergabestellen der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol.
Datum: 18.11.2020
[EVV-Verzeichnis und Verzeichnis qualifizierter Vergabestellen]
Welcher Unterschied besteht zwischen den Guthaben für die Einschreibung in das EVV-Verzeichnis und jenen für die fortlaufende Weiterbildung?

Abgesehen von den Bedingungen der Übergangszeit, sind für die Eintragung in das EVV-Verzeichnis 10 ECTS-Punkte erforderlich.
Das Europäische System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS) ist ein Instrument des Europäischen Hochschulraums, um Studien und Ausbildungen transparenter zu gestalten. ECTS stellt sicher, dass die an einer Hochschuleinrichtung erworbenen Guthaben zwecks Qualifikation angerechnet werden, für die ein Studiengang an einer anderen Einrichtung absolviert wird. ECTS-Punkte sind Lernleistungen, die auf den Ergebnissen eines bestimmten Ausbildungshintergrunds und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand basieren.
Um ihren Umfang zu verstehen, entsprechen z.B. 60 ECTS-Punkte dem Arbeitsaufwand eines einjährigen Vollzeitstudiums in einem formalen Kontext (akademisches Jahr) und den damit verbundenen Lernergebnissen.
So bietet beispielsweise die von der Universität Innsbruck angebotene „RUP-Akademie“ eine Ausbildung an, die 13 ECTS-Punkten entspricht.
Die ECTS-Punkte können jedoch gemäß Art. 2 des Beschlusses der Landesregierung Nr. 850 vom 22.10.2019 auch bei anderen Universitäten, Hochschuleinrichtungen oder anderen gleichwertigen Bildungseinrichtungen gesammelt werden.


Für die Weiterbildung von EVVs verlangt Art. 6 desselben Beschlusses hingegen, dass der EVV innerhalb eines Jahres mindestens 10 Bildungsguthaben erwerben muss.
Um die Bildungsguthaben zu erhalten, muss die besuchte Ausbildung ein Thema abdecken, das im Jahresprogramm enthalten ist, welches vom Direktor der AOV nach Beratung mit dem Lenkungs- und Koordinierungsausschuss aufgestellt wird.

Die Teilnahme an einer Kursstunde als Kursteilnehmer entspricht einem Bildungsguthaben, die Teilnahme als Referent entspricht zwei Bildungsguthaben.

Datum: 18.8.2020